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11.02.2000 - 

Firmenchef David Weiss nimmt seinen Hut

Storagetek muss erneut Personal entlassen

MÜNCHEN (CW) - Drei bittere Pillen hat Storagetek zu verdauen: rote Zahlen im vierten Quartal 1999, den Abbau von 500 bis 600 Arbeitsplätzen und einen Wechsel in der Führungsspitze.

Analysten hatten dem Speicherhersteller Storagetek einen leichten Gewinn von fünf Cent je Aktie für das vierte Quartal zugetraut. Jetzt rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von rund zehn Cent je Anteilschein. Das neuerliche Defizit zwingt Firmenchef David Weiss dazu, noch einmal Stellen abzubauen: Nachdem bereits Ende vergangenen Jahres rund 600 Arbeitsplätze verloren gingen, sollen nun weitere 500 bis 600 Arbeitnehmer ihre Posten aufgeben müssen. Weiss selbst zieht nun die Konsequenzen seines glücklosen Handelns und tritt von allen Ämtern zurück.

Die Gründe für die schlechte Wirtschaftslage der Company aus Louisville, Colorado, die in einem Markt agiert, in dem andere Firmen mit Umsatz- und Gewinnsteigerungen brillieren, erklärte Weiss in einem Interview mit der COMPUTERWOCHE (siehe CW 45/99, Seite 8) im vergangenen November mit der Feststellung, dass sein Unternehmen nun mal "nicht so produktiv und effizient arbeitet". Zudem hat Storagetek offenbar den Verlust von IBM als OEM-Abnehmer der Raid-Speicher für Mainframes nicht verdaut und kann den Umsatz im Jahr durchschnittlich nur um fünf Prozent steigern, während Rivale EMC derzeit mit rund 30 Prozent per annum wächst.

Im Herbst 1999 holte CEO Weiss diverse Beraterfirmen ins Unternehmen: Goldman Sachs & Co. sollte die Möglichkeiten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit ausloten, die Consultants von McKinsey bemühten sich zeitgleich um die Einführung von "schlankeren" Strukturen. Die Kosten für beide Unternehmensberater führten, zusammen mit schleppenden Verkaufszahlen wegen der Jahr-2000-Umstellung, zum angekündigten Verlust im vierten Quartal und den Stellenkürzungen.

Geplant ist, die derzeit sechs Business-Einheiten auf zwei zu reduzieren und die Aktivitäten der Integrationsabteilung einzuschränken. Statt selbst die Implementierung neuer Speicherprodukte bei den Kunden vorzunehmen, sollen damit externe Servicefirmen beauftragt werden. Eine eigene Verkaufstruppe soll sich speziell um die Dotcom- und E-Commerce-Companies kümmern.

Außer David Weiss, der bis zur Ernennung eines Nachfolgers im Amt bleibt, verliert Storagetek noch das Aufsichtsratmitglied Richard Steadman und den Chief Operating Officer Victor Perez.