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19.05.2000 - 

Trotz erneuter Verluste gibt sich der Firmenchef optimistisch

Storagetek schnürt Komplettpakete für SAN-Lösungen

MÜNCHEN (CW) - Speicherspezialist Storage Technology Corp. legte trotz noch immer fehlender Standards seine Strategie für offene Storage Area Networks vor.

Rund 500 dedizierte Speichernetze hat Storagetek eigenen Angaben zufolge weltweit bereits realisiert, Ende dieses Jahres soll sich die Zahl verdoppelt haben. Damit das Ziel erreicht werden kann, entwickelte der Hersteller aus Louisville, Colorado, eine Zwei-Phasen-Strategie, die dem Markt schlüsselfertige Teillösungen für SANs bringen soll. Zunächst werden vier SAN-Applikationen zu einem Paket "Sanaps Foundation Blueprint" zusammengefasst. Enthalten sind die Programme "LAN-free Backup", "Serverless Backup", "Disk on Demand" und "Remote Data Replication".

Die Pakete sind nun vorinstalliert zusammen mit Host-Bus-Adaptern, Bandbibliotheken mit Fibre-Channel-(FC-)Anschluss, FC-Bandlaufwerken, Access-Hubs und Disk-Arrays erhältlich. In Phase zwei will Storagetek eine Plattform schaffen, die in einem SAN Daten- und Speicher-Management von den einzelnen Geräten trennt und so die Verwaltung vereinfacht.

Die Vermarktung der von den Anwendern sehnlichst erwarteten offenen SAN-Lösungen scheitert bislang daran, dass sich die Hersteller bislang noch nicht einmal auf ein Gremium zur Schaffung von Standards einigen konnten, geschweige denn auf entsprechende Spezifikationen. Erst kürzlich hat sich unter der Federführung von Network Appliance und Quantum/ATL die Initiative "Open Storage Networking" (OSN) gebildet, der sich unter anderem Amdahl, Cisco, Legato und Veritas angeschlossen haben.

Standards für SANs fehlen noch immerZiel sei die Entwicklung einer Architektur für netzbasierte Speicher, die auf offenen Standards beruht. Damit gesellt sich ein weiteres Gremium zu den vielen bestehenden Allianzen, deren wichtigste Vertreter die Storage Networking Industry Association (Snia) und die von EMC iniitierte Fibre Channel Alliance sind.

Fast zeitgleich zur SAN-Strategie gab Storagetek auch die Ergebnisse des ersten Quartals 2000 bekannt. Danach erwirtschaftete die Company bei einem Umsatz von knapp 460 Millionen Dollar einen Verlust in Höhe von 39,5 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch leichte Gewinne eingefahren und auch einen Umsatzerlös erzielt, der um mehr als 50 Millionen Dollar höher lag. Allerdings profitierte Storagetek damals noch von einem OEM-Geschäft mit IBM, das für rund zwölf Prozent des Umsatzes sorgte. Big Blue hat die Kooperation mittlerweile beendet, da eigene Platten-Arrays für Mainframes entwickelt wurden.

Nach Angaben von Firmenchef David Weiss ist die Company trotz der Verluste auf dem Weg der Besserung: Die Restrukturierungsmaßnahmen - inklusive dem Abbau von 1200 bis 1400 Stellen - laufe planmäßig ab, man habe Marktanteile gewinnen können und die Kernkompetenzen weiter verbessert, was zur Einstellung von 300 neuen Mitarbeitern geführt habe. Für Weiss selbst, der im vergangenen Jahr seinen Rücktritt erklärt hatte, wird ein Nachfolger gesucht. Derzeit laufen Gespräche mit möglichen Kandidaten.