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20.11.1987

Strategie des Pentagon heftig kritisiert:US-Experten fordern klare Ada-Linie

WASHINGTON D.C. (CWN) - Die Begeisterung für die Programmiersprache "Ada" hat beim amerikanischen Verteidigungsministerium (DoD) in letzter Zeit spürbar nachgelassen. Einem kürzlich veröffentlichten Report des Defense Science Board (DSB) zufolge ist diese Entwicklung allerdings nicht auf technische Probleme zurückzuführen. Ausschlaggebend sei vielmehr die unentschiedene Haltung der Regierungsstellen in Washington.

In ihrer Untersuchung kommen die DSB-Experten zu dem Ergebnis, "Ada" sei etwas vorschnell als Wundermittel für militärische Anwendungen hochgejubelt worden. Das Pentagon habe dabei versäumt, die Sprache vorab gründlich zu überprüfen und Veränderungen des Anforderungsprofils im Militärbereich mit einzukalkulieren.

Auch wird dem US-Verteidigungsministerium vorgeworfen, bei der Favorisierung von "Ada" keine klare Linie zu verfolgen und damit die Anbieter auf der Strecke zu lassen: "Die SW-Partner", so heißt es in der Studie, "sehen sich teilweise mit hohen Kosten konfrontiert. Um die Entwicklungsarbeiten vorantreiben zu können, müssen sie die Sicherheit haben, daß sich die in Ada getätigten Investitionen auszahlen. " Die zuständigen Stellen des Pentagon hätten es nicht verstanden, einen Anreiz für die Softwareschmieden zu schaffen, sich auch auf zunächst riskante Ada-Projekte einzulassen.

Über die Ergebnisse des Reports wurde das Pentagon jetzt in Kenntnis gesetzt. Zur Überwindung der "Krisensituation" empfehlen die DSB-Strategen, alle Ada-Aktivitäten bei einer zentralen Stelle aufzuhängen. Sinnvoll sei es auch, eine Reihe von DoD-Initiativen, beispielsweise das Ada Joint Program Office (AJPO), Software Technology for Adaptable Reliable Systems (Stars) und das Software Engineering Institute (SEI), aus dem Verantwortungsbereich des Verteidigungsministeriums herauszulösen und sie dem Electronic Systems Command der Air Force zu unterstellen.