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04.02.1994

Strategie fuer Software-Entwicklung und Daten-Management Digital Equipment setzt auf die Einbindung von Fremdsystemen

MUENCHEN (gfh) - Eine umfassende Softwarestrategie praesentiert Digital Equipment am 8. Februar unter der Bezeichnung "Integration Framework". Dabei tauchen zeitgemaess aufgemachte alte Bekannte wie das Entwicklungskonzept "Cohesion" aus der Versenkung auf. Vorgestellt werden aber auch neue Produkte wie eine objektorientierte 4GL-Umgebung. Ausserdem hat DEC das hauseigene Konzept fuer Datenintegration ausgebaut.

Eine neuen Anlauf macht DEC mit seinem Software- Entwicklungskonzept "Cohesion". Das Konzept, das wie IBMs AD/Cycle urspruenglich um ein zentrales Repository herum konzipiert wurde, orientiert sich nun mehr an Objekttechniken und Client-Server- Funktionen.

Neu ist hier vor allem "Cohesion Works", eine einheitliche grafische Umgebung fuer die im Unternehmen eingesetzten Entwicklungswerkzeuge, die durchaus auch von Fremdherstellern stammen koennen. Von HPs Toolbus "Softbench", der sich ansonsten industrieweit durchgesetzt hat, unterscheidet sich Cohesion Works dadurch, dass es direkt auf die objektorientierte Corba- Implementation COM aufbaut, die bisher unter der Bezeichnung ACA- Services vermarktet wurde.

Ebenfalls objektorientiert ist die 4GL-Programmiersprache "Forte", die Digital von der gleichnamigen kalifornischen Softwareschmiede erworben hat und ab Ende Maerz in den Vertrieb uebernehmen wird. Das Produkt unterscheidet sich laut Hersteller von herkoemmlichen 4GL- Werkzeugen vor allem durch die Erzeugung von Objekten, die Client- Server-Computing ermoeglichen.

Einsetzen laesst sich Forte nicht nur auf DECs Alpha-Rechnern unter OSF/1 und VMS, sondern auch auf den gaengigsten Unix-Systemen anderer Hersteller. Als Datenbanksysteme eignen sich Oracle, Sybase und Rdb. Eine Version fuer Windows NT ist erst fuer spaeter vorgesehen.

Im Bereich Datenintegration stuetzt sich DEC auf das dreiteilige Konzept "Access Works". Danach sollen Front-end-Datenbanken nicht direkt auf die verschieden Back-end-Server zugreifen, sondern ueber einen Alpha-Rechner unter VMS, der als zentrale Schaltstation dient. Dieses System ist nicht nur fuer das reine Daten-Routing zustaendig, sondern soll auch die Transaktionssicherheit garantieren. Ausserdem dient es als zentrale Administrationseinheit, sorgt fuer Transparenz auf Client-Seite und optimiert den Datenzugriff.

Je nach Anforderung laesst sich das System als reiner Daten-Router verwenden, aber auch als umfassendes Data-Warehouse. Als Datenbanksysteme sind ab jetzt neben DECs hauseigenem Rbd auch Oracle- und Sybase-Produkte vorgesehen. Der Zugriff auf die heterogenen Back-end-Server erfolgt wahlweise ueber Gateways oder ueber EDA/SQL, eine Schnittstelle von Information Builders, mit der Lesezugriff auf fast alle gaengigen Datenhaltungssysteme moeglich ist.

Neu sind hier die Komponenten "DBA-Workcenter" und "Data Integrator". Beim Workcenter handelt es sich - aehnlich wie bei Cohesion Works - um eine einheitliche Umgebung fuer Datenbankentwicklungs-Tools, die auch von Fremdherstellern stammen koennen. Der Data Integrator ist ebenfalls fuer Anwendungsentwickler gedacht und sorgt ueber das Two-Phase-Commit-Verfahren fuer die Datenintegritaet auch beim Schreibzugriff.

Fuer Anwender, die einen Transaktionsmonitor einsetzen, beabsichtigt DEC, das hauseigene VMS-Produkt "ACMS" nun auch fuer das OSF/1-Unix anzubieten. Fuer diese Alpha-Systemplattform will das Unternehmen zudem IBMs CICS/6000 und Encina von Transarc in die eigene Produktpalette uebernehmen.

Schliesslich kuendigt Digital noch an, dass Rdb kuenftig nicht mehr nur unter VMS, sondern auch auf den anderen Alpha-Plattformen OSF/1 und Windows NT laufen soll.