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14.06.1996 - 

Drahtlose ATM-Übertragung angestrebt

Streit der Anbieter bremst die Normierung bei Wireless LANs

Die Proxim Inc. wird künftig ihre drahtlosen Kommunikationssysteme "Rangelan 2" in die Mobilrechner von Data General einbauen. Die Spread-Spectrum-Technik sendet im 2,4 Gigahertz-Bereich und sichert die Daten gegen unbefugtes Abhören mit Hilfe des Frequenz-Hopping-Verfahrens. Das System arbeitet laut Hersteller im lokalen Umfeld mit einer Datenübertragungsrate von 1,6 Mbit/s, bietet nahtloses Roaming, Power-Management, Zugriffsschutz sowie Systemdiagnose.

Für die Integration der Rangelan-2-Lösung in Handhelds und anderen Portables bietet Proxim den OEMs ein Adaptermodul für serielle RS- 232-Anschlüsse an. Die Karte mit einem Gewicht von 42,5 Gramm ergänzt das Adapter-Portfolio, das bis dato aus ISA- und PCMCIA- Modulen besteht.

HP entwickelt neues Verfahren

Während sich Proxim bereits als führender Hersteller von drahtlosen Kommunikationslösungen bezeichnet, muß sich HP im Markt für drahtlose Netze erst noch einen Namen erwerben. HP entwickelt derzeit ein Verfahren zur kabellosen Vernetzung von PCs, Faxgeräten oder Laptops an verschiedenen Standorten.

Das völlig neue Verfahren soll aber zunächst für den amerikanischen Markt konzipiert werden. In Europa wird die Anwendung dieser Technik auf sich warten lassen, "weil die Standards uneinheitlich sind", so Gary Baldwin, Direktor des Entwicklungslabors bei HP. Technische Einzelheiten teilte Baldwin nicht mit. Man wolle aber eine Lösung finden, so der Manager, die sehr viel billiger zu implementieren ist als heutige vergleichbare Verfahren.

Für die Zukunft ist auch das Vorhaben der Olivetti Spa konzipiert. Die Italiener wollen ATM-Zellen über drahtlose Netze übertragen. Der derzeit hauptsächlich wegen finanzieller Schwierigkeit in den Blickpunkt geratene Konzern kündigte bereits im letzten Jahr an, eine entsprechende Lösung zu entwickeln, kann aber den Zeitplan nicht mehr einhalten. Erst im dritten Quartal erwarten die Entwickler produktionsreife Adapterkarten und Zugangsstationen, die eine Transferrate von 25 Mbit/s im 2,4-Gigahertz-Frequenzband unterstützen.

Während Olivetti derzeit noch einsam seine Kreise im ATM-Markt ziehen kann, sind andere Anbieter von Wireless-LAN-Lösungen mit heftigen Streitigkeiten beschäftigt. Stein des Anstoßes sind die bis dato proprietären Zugriffsverfahren. In den USA haben sich nun die Unternehmen Lucent Technologies, Aironet Wireless Communications und Digital Ocean Inc. zur Entwicklung des Inter Access Point Protocol (IAPP) zusammengefunden. IAPP ist als plattformübergreifende Zugriffstechnik positioniert, die die Interoperablität zwischen Geräten verschiedener Hersteller gewährleistet.

Die drei Partner reagieren damit auf einen Vorstoß von Proxim. Der Konkurrent kündigte an, der eigenen Zugriffstechnik durch das Wireless LAN Interoperability Forum die Weihen eines offenen Standards verleihen zu lassen. Fünf weitere Unternehmen reagierten ebenfalls gemeinsam auf die Proxim-Aktion. Hersteller wie Xircom und Advanced Micro Devices (AMD) demonstrierten eigenen Angaben zufolge zwischen ihren Produkten volle Kompatibilität. Die beteiligten Hersteller orientierten sich dazu an den Spezifikationen gemäß IEEE 802.11.