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25.11.1977 - 

Trennung von Hübner & Mergard nach dreijähriger Partnerschaft:

Streit um Batch-Philosophie führt zum Bruch

FRANKFURT (ee) - Nach dreieinhalb Jahren Partnerschaft ist Joachim Hübner unter Hinterlassung seines Namens als Gesellschafter und Geschäftsführer beim Frankfurter Softwarehaus Hübner & Mergard (Umsatz 1977 etwa vier Millionen Mark) ausgeschieden. Er macht sich mit "Online Systeme" - künftig als GmbH geführt - selbständig.

Diese Trennung der beiden Programm-Ingenieure kennzeichnet das Kränkeln der Softwarebranche.

Während Ingeborg Gruber, die bei Hübner & Mergard den vakanten Part voll übernommen hat, die Zusammenarbeit daran scheitern sah, daß sich Hübner gegen die europäischen Expansionspläne des Softwarehauses stemmte, liegt für Hübner die Trennung in der Grundhaltung begründet. Er will weg von der "Batch-Geschichte" und sich ausschließlich auf Software und Anwendungsprogramme unter dem TP-Steuersystem CICS konzentrieren.

Auch die "gute Batch-Software" hat in Hübners Augen einen ganz gefährlichen Haken": Sie sei zu nahe am IBM-Supervisor dran: "Die Systemsoftware-Häuser wursteln wie die Weltmeister in Transient-Phasen und sonstwie in der IBM-Software rum", meint Hübner und menetekelt, "daß die Anwender mit der Geschichte irgendwann ganz fürchterlich gegen den Baum laufen, wenn IBM nämlich nur ein klein bißchen an der Betriebssystem-Schraube dreht." Gefällig formuliert er denn auch: "Software sollte aufbauen auf dem IBM-Betriebssystem und nicht im IBM-Betriebssystem entwickelt werden."

Kontert Harald Mergard: "Wir überlagern keinen IBM-Code, wir schalten uns nur dazwischen." Was die gesamte Produktphilosophie anlangt, "da generieren wir nur Programme für den Anwender, aber wir machen ihn nicht von uns abhängig."