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11.08.2006

Stromsparende Server

IT-Riese IBM hat fünf neue Server mit AMDs Opteron-Chips angekündigt. Es sind die Enterprise-Blade-Server LS21 (zwei CPUs) und LS41 (zwei oder vier CPUs) sowie die Rackmount-Modelle x3455 (1 U hoch, eine CPU), x3655 (2 U hoch, zwei CPUs) und x3755 (4 U hoch, vier CPUs).

Von Wolfgang Leierseder

Die neuen IBM-Server werden mit der nächsten Generation ("Stepping F") mit AMDs Opteron-Prozessoren ausgerüstet sein. Diese kommen laut dem Intel-Konkurrenten im dritten Quartal auf den Markt. Konkrete Lieferdaten oder Preise will IBM erst später nennen.

Big Blue betonte, der Stromverbrauch der Server werde "direkt auf der Chip-Ebene sowie auf den System- und Software-Ebenen optimiert". Zudem seien diese Server mit der hauseigenen "Enterprise X-Architektur" für Unternehmensanwendungen optimiert. So seien Mainframe-inspirierte Funktionalitäten und Highend-Technologien in die x86-Server eingebaut worden, die damit auch für Enterprise-Anwendungen - ERP, Data Warehouses, Business Intelligence, SQL-Datenbanken und Cluster - geeignet seien. Ebenso taugten sie für wissenschaftliche Anwendungen, zum Beispiel Wettersimulationen und Crash-Test-Analysen sowie für IPTV und Video-on-Demand-Anwendungen.

Datendurchsatz von 1 GB/s

Als Neuigkeit stellte IBM den skalierbaren "Snap In"-Blade-Server "LS21" (zwei CPUs) und "LS41" (zwei oder vier CPUs) vor. Als Chipsätze verwendet IBM die HAT-2100 und HAT-1000 von Serverwork im LS21-System. Integrierte Grafik von ATI ist auch an Bord.

Im größeren System LS41 sind ebenfalls Chipsätze von Serverworks verbaut. Dabei übernimmt der HT-2000 die Aufgaben der Northbridge und steuert die I/O-Ports. Der HT-2000 wird via Hypertransport angesprochen, dabei garantiert AMD einen Datendurchsatz von 1 GB pro Sekunde. Der Opteron besitzt bereits einen integrierten Memory-Controller, der für höchste Performance zwischen Speicher und Prozessor sorgt.

IBM spendierte den Servern außerdem die "Xcelerated Memory"-Technologie, die den Datenzugriff um bis zu 15 Prozent schneller machen soll als bisherigen Lösungen.

Zusätzliche Features

Zudem setzt Big Blue seine "Cool Blue"-Techniken ein, um den Stromverbrauch der Server zu drosseln. Dazu gehören Hardware- und System-Management-Tools, mit denen "der Energieverbrauch, die Verwaltung und die Kühlung auf System-, Rack- und Rechenzentrumsebene" optimiert werden. So sorgt beispielsweise die Software "Power Executive" dafür, dass der aktuelle Energieverbrauch und die Wärmeausstrahlung gemessen und diese für einzelne Server oder ein Cluster nach oben begrenzt werden können. Begrenzen allein hilft aber nicht weiter, denn dann würde einfach die Rechenleistung sinken. Mit einem intelligenten Management lässt sich jedoch die Aufgabenverteilung innerhalb eines Serverschrankes so steuern, dass nicht immer dieselben Server mit Volllast laufen müssen. Dazu hat IBM spezielle Programme entwickelt.

Die Werkzeuge "IBM Director" und die hauseigene "Virtualization Engine" ermöglichen es, dass "über mehrere Systeme hinweg" für eine Reduzierung des Energieverbrauchs durch Serverkonsolidierung und Virtualisierungstechnologien für das Systemmanagement gesorgt wird. Nach der Vorstellung von IBM können Administratoren IT-Ressourcen über den einzelnen Server hinaus in Pools zusammenfassen und verwalten. Der Energiebedarf und -verbrauch könne mit diesem Verfahren um bis zu 40 Prozent gesenkt werden, so IBM.

Lösung für Hitzeprobleme

Schließlich will IBM seinen Kunden mit dem noch in Entwicklung befindlichen Thermo-Analyseprogramm "Thermal Diagnostics" Informationen und Fehlerbehebungsmöglichkeiten zu durch Hitze verursachte Problemen geben. Dafür überwacht die Software die verschiedenen Bestandteile eines Rechenzentrums. Mithilfe eines virtuellen Modells der verschiedenen Bestandteile des Rechenzentrums soll sie ein "Wahrscheinlichkeits-Szenario" entwerfen und automatisch feststellen, wenn ein Hitzeproblem auftritt.

Spanne man "Power Executive", "IBM Director" oder auch Serviceprozessoren zusammen, könne man wärmebedingte Probleme schnell und effektiv behandeln.