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02.06.1978 - 

Programmier-Methoden in der Diskussion:

Strukturiert: Normiert programmiert

DARMSTADT (uk) - "Von derselben Machart wie ein absurder Vergleich zwischen Stoffwechsel und Essen" sei eine Gegenüberstellung von Strukturierter und Normierter Programmierung, mäkelt Helmut Dreßler von der Software Partner GmbH über den in der CW Nr. 20 vom 12. Mai 1978 abgedruckten Auszug aus dem GES (Gesellschaft für elektronische Systemforschung) Trainingspackage "Strukturierte Programmierung". Dreßler sieht "das große beherrschende Problem für die praktische Anwendung nicht in sich ergänzenden Theorien, sondern in der Unfähigkeit, Gedankenlosigkeit und in Ressentiments derjenigen, die sie zu lernen hätten und anwenden sollen":

Genauso absurd sind die Alternativen "S.P. oder Entscheidungstabellen", S.P. oder Modulare Programmierung", denn:

- Kein Fachmann behauptet, mit der N.P. habe man ein allgemeingültiges Programmierkonzept gefunden. N.P. ist keine Arbeits- oder Denkmethode sondern ein Verfahren, eine vorgefertigte Ablauflogik für genau zwei definierte Problemfelder:

a) Mischen von gleich-sortierten, sequentiellen Dateien mit . . .

b) . . . Gruppen-(Anfangs- und Ende-) Verarbeitung für beliebig viele Gruppenstufen (DIN 66220).

- Die N.P. ist ein hervorragendes Beispiel für Strukturierung. Der "TOP-DOWN-Ansatz" ist optimal verwirklicht. Jeder, der z. B. mit Nassi-Shneiderman-Diagrammen umgehen kann, vermag die N.P.-Logik als Gruppe von Struktogrammen abzubilden.

- In den Blöcken der Einzelverarbeitung und der Gruppenverarbeitung ist freibleibend jede beliebige Blockstruktur zu verwirklichen; wer's mit Struktogramm macht, ist zu loben.

- Die Grundidee der S.P., die hierarchische Ordnung der verschiedenen Programmfunktionen, ist der global richtige Ansatz zur Lösung eines Konstruktions-Problems. Bei der N.P. sind zwei spezielle Probleme bereits allgemeingültig in dieser Weise gelöst.

- Für entscheidungsintensive Funktionsblöcke sind Entscheidungstabellen die beste Abbildung. Sie sind in Struktogrammen nahtlos unterzubringen.

- Modulare und Strukturierende Programmierung sind keine Gegensätze. Die Möglichkeit der Montage eines Programms aus vorgefertigten Bausteinen bleibt in der Software-Technologie ein erstrebenswertes Ziel.