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"Gemächlichere Technisierung fegt uns vom Weltmarkt"


02.11.1984 - 

Strukturwandel durch Mikroelektronik

KÖLN (CW) - Einen nationalen Strukturwandel als Folge der in alle Lebensbereiche vordringenden Mikroelektronik diagnostizierte Franz Vogt, Vorsitzender des Fachbeirates Orgatechnik. Gleichzeitig betonte er in seiner Rede zur Eröffnung der internationalen Bürofachmesse, die DV-Technik sei zwingend zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und schaffe verbesserte Arbeitsbedingungen.

Auf mittlere Sicht, so Vogt, führt die Mikroelektronik zu einer erheblichen Steigerung der Arbeitsproduktivität. Sie werde von weitreichenden Veränderungen in den Qualifikationsanforderungen und den betrieblichen Organisationsstrukturen begleitet. Eine entschiedene Absage erteilte Vogt den Zweiflern an den neuen Techniken: "Eine gemächlichere Technisierung würde uns in für wenigen Jahren vom Weltmarkt fegen mit allen Konsequenzen für Arbeitsplätze, Wohlstand und soziale Sicherheit.

Die Mikroelektronik sieht Vogt denn auch als Basis eines neuen Wachstumserfolges. Eine entscheidende Rolle komme hier den kleinen und mittelständischen Betrieben zu. Durch ihre technische Kreativität, gepaart mit einer mittelstandsfreundlichen Strukturpolitik, bereiten gerade sie den Weg für eine neue Investitionswelle und damit zu mehr Wachstum.

Eine nahezu paradiesische Zukunft zeichnete der Messe-Manager dem bedürfnishungrigen Kunden. Der Einsatz der Mikroelektronik erlaube nunmehr eine flexiblere Handhabung der Produktion. Besser: die zunehmend individuelleren Wünsche der Käufer könnten besser befriedigt werden. Vogt gab allerdings auch zu verstehen, daß die Auswirkungen der rationalisierenden Chip-Technik licht einheitlich auf den Menschen sei.

Als Kehrseite der Medaille führte er das vieldiskutierte Beschäftigungsproblem an; gleichwohl seien die Wirkungen bei weitem nicht abgeklärt. Für die arbeitsplatzschaffende Komponente der Mikroelektronik stehe die USA. Hier entstanden in den vergangenen 12 Jahren durch die DV-Technik 20 Millionen neue Arbeitsplätze.

Der Anstieg der Arbeitsproduktivität wird, sagte Vogt, häufig als eine Belastung für den Arbeitsmarkt gesehen. Jedoch sei der Produktivitätsvortschritt, der von den autonomen technischen Erneuerungen und Verbesserungen geprägt war, bislang stets arbeitsplatzschaffend gewesen. Vogt: Er ist nicht durch Lohnkostendruck induziert."

Größenwahn

KÖLN (CW) - Daß IBM der Marktkoloß ist, bewies der blaue Riese auf der Orgatechnik

wieder einmal auf charmante Art: Während einer Pressekonferenz auf eine mögliche Zusammenarbeit mit Triumph-Adler (TA) angesprochen, antwortete ein Sprecher: "Wir haben mit vielen Unternehmen Liefer- und andere Verträge. Vielleicht auch mit dieser. Wie hieß die Firma doch gleich noch?"