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Angebot für Informatiker an der TU München sehr gefragt


17.11.2000 - 

Studenten erwerben Know-how zur Existenzgründung

MÜNCHEN (CW) - Großer Beliebtheit erfreut sich das Existenzgründerseminar, das die Technische Universität München Studierenden der Informatik und Betriebswirtschaft anbietet. Neben dem Erwerb von wirtschaftlichem und rechtlichem Know-how wird auch die Arbeit im Team traininert.

Die Schulung ist ein Kooperationsprojekt der TU München, des Arbeitsamts München und der Firma Impact Seminare. Es findet seit 1998 als interdisziplinäre Veranstaltung für Studierende der Informatik und Teilnehmer des Aufbaustudiengangs zum Master of Business Administration (MBA) statt.

Laut Arndt Bode, Professor am Lehrstuhl für Rechnerorganisation und Rechnertechnik, unterscheidet die Existenzgründerszene zwei Typen von Gründern: Die Tüftler und die Unternehmer. Tüftler interessierten sich vor allem für die Technik, weniger für den Umsatz. Sie machten sich nach dem Studium oft selbständig oder gründeten kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Auch Unternehmertypen beherrschten die Technik, sähen sie aber in erster Linie als Voraussetzung für einen möglichst hohen Umsatz.

Von der Idee zum Business-PlanAusgangspunkt für das Konzept des Existenzgründerseminars war die Überzeugung, dass beide Typen einen Einblick in juristische, finanzielle sowie versicherungs- und markttechnische Aspekte erhalten sollten. Schwerpunkte der Schulung sind Grundlagen der Existenzgründung, Entwickeln eines Business-Plans sowie Kommunikationstraining.

Im Lernabschnitt Grundlagen der Existenzgründung erhalten die Studenten zunächst einen Einblick in Rechtsformen, Marketing und Finanzierung. Danach bilden sie Arbeitsgruppen mit jeweils drei Mitgliedern für die Entwicklung einer Geschäftsidee, zu der sie einen Business-Plan erstellen und präsentieren. Nach der Überarbeitung des Plans stellen ihn die Studierenden externen Gutachtern vor: Banken, Wagniskapitalgesellschaften, Unternehmen mit Existenzgründungserfahrungen und Kanzleien.

Alle Arbeitsschritte betreut ein externer Pate, der Experte auf dem jeweiligen Fachgebiet ist. Die Gruppenarbeit ermöglicht das Erlernen von Teamfähigkeit. Arndt Bode ist dieser Aspekt ein besonderes Anliegen: Das traditionelle Studium erzöge die Studierenden oft zu Einzelgängern, was dem späteren Arbeitsleben nicht förderlich sei.

Zum Existenzgründerseminar gehört daher auch ein Kommunikationskurs mit Training. Gerade diesen Abschnitt des Seminars bewerten die Studenten äußerst positiv.

Bereits im ersten Durchgang evaluierte das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung das Seminar. Zum Erfolg trug laut Bode nicht zuletzt die große Zahl externer Partner bei. Bei den Studierenden erfreut sich das Seminar nach seiner Erfahrung großer Beliebtheit. Die 21 Plätze waren immer schnell vergeben, auch wenn die Teilnehmer ein größeres Arbeitspensum zu bewältigen hatten als in vergleichbaren Seminaren. In seiner dritten Auflage in diesem Wintersemester gewinnt das Seminar nach Einschätzung Bodes durch die interdisziplinären Arbeitsgruppen von Informatikern und Betriebswirtschaftlern. Für den Kurs im Sommersemester 2001 liegen bereits Anfragen vor. Es ist geplant, Studenten der Rechtswissenschaften in die Arbeitsgruppen einzubeziehen.