Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.02.2003 - 

Teile von Open-Source-Software getestet

Studie: Linux-Code hat hohe Qualität

MÜNCHEN (CW) - Die Qualität zumindest von Teilen des Quellcodes von Linux ist der anderer Betriebssysteme überlegen. Das erbrachte eine Untersuchung des US-amerikanischen Software-Dienstleisters Reasoning.

Reasoning hat die Qualität des Quellcodes von Linux und fünf weiterer Betriebssysteme untersucht. Hierbei konzentrierten sich die Tester vor allem auf die Implementierung des Netzwerkprotokolls TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) im Kernel von Linux. Beim Vergleich mit Universal-Betriebssystemen - also solchen, die nicht für spezielle Anwendungsumfelder wie etwa Echtzeitbelange eingesetzt werden - stellte Reasoning fest, dass der getestete Linux-Kernel in der Version 2.4.19 wesentlich sauberer programmiert ist als unter anderem bei zwei ebenfalls geprüften Unix-Derivaten. Die Fehlerhäufigkeit in den Konkurrenzprodukten pro 1000 Zeilen Code war zwischen drei- und siebenmal höher. Auch im Vergleich zu zwei auf Netzwerkbelange ausgerichteten Betriebssystemen schnitt die Open-Source-Implementierung zumindest gegenüber einem der beiden Produkte besser ab. Reasoning wollte allerdings nicht bekannt geben, um welche Konkurrenzprodukte es sich in dem Test handelte.

Das gute Ergebnis von Linux sei in der Quelloffenheit des Systems begründet, sagte Chief Executive Officer (CEO) Scott Trappe. Die Qualitätskontrollen durch eine im Prinzip unbegrenzte Zahl von Entwicklern der weltweiten Open-Source-Gemeinde zeichne verantwortlich dafür, dass Fehler schneller korrigiert würden als in proprietären Systemen.

Reasoning stammt aus Mountain View in Kalifornien. Gegründet 1984, hat sich das Unternehmen zunächst auf die Entwicklung einer Softwareanalyse-Plattform konzentriert. "Refine", so der Name, war das Tool, mit dem Sprachanalyse-Lösungen kreiert werden konnten. 1996 wandelte sich Reasoning zum Service-Provider und bot seine Dienstleistungen an, um Softwarecode auf seine Jahr-2000-Tauglichkeit zu prüfen.

Im März 2000 führte Reasoning "Illuma" ein, ein Tool, das Defekte in C- und C++-Code aufspüren kann. Reasoning zählt zu seinen Kunden unter anderen Alcatel, Ericsson, Hitachi, HP, IBM, Nortel Networks und Schlumberger.

Chairman of the Board ist James Treybig. Er war vorher Chairman bei Vignette Corp. und Gründer, President sowie CEO von Tandem Computers, dem Anbieter fehlertoleranter Systeme, der erst von Compaq gekauft wurde und mit der Fusion von HP und Compaq an HP überging. (jm)