Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.01.2007

Studie: Offshoring vernichtet keine Arbeitsplätze

Den Firmen geht es nicht nur um Kostensenkung, sondern auch um Wachstum und Expansion.

Der Aufbau von Entwicklerteams in Niedriglohnländern kostet keine Arbeitsplätze im Heimatland. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Branchenverbands Software & Information Industry Association (SIIA), für die 114 US-amerikanische Softwarefirmen befragt wurden.

Von den rund 60 Prozent der Unternehmen, die derzeit Programmierer in Offshore-Regionen beschäftigen, sieht das Gros nicht Kostensenkung, sondern Wachstum als wichtigstes Motiv an. 84 Prozent der Befragten nannten diesen Aspekt "entscheidend" oder "sehr wichtig". Kostenvorteile landeten mit 80 Prozent an zweiter Stelle. Aber auch Faktoren wie die Verkürzung der Zeiten bis zur Marktreife, die Erhöhung der Produktivität und die Expansion in neue Märkte gelten mit mehr als 70 Prozent der Nennungen als bedeutende Offshoring-Gründe.

Ziele werden zumeist erreicht

Insgesamt ist die Einstellung der Softwarehersteller gegenüber dem Offshoring überwiegend positiv. So bezeichneten zwei Drittel der Befragten ihre Erfahrungen an den ausländischen Standorten als gut, und 90 Prozent von ihnen haben ihre Ziele weitgehend erreicht. Als erfreulich erwies sich laut Studie vor allem die Qualität der offshore erbrachten Arbeit: 65 Prozent der Firmen beurteilten die Ergebnisse als "überdurchschnittlich". Nur drei Prozent hatten hier etwas auszusetzen.

Schwierige Koordination

Allerdings fielen die Produktivitätszugewinne wegen der großen Entfernungen niedriger aus als geplant. So beklagten 36 Prozent der Befragten Probleme bei der Logistik und Koordination zwischen Offshore- und Heimatland. 32 Prozent erklärten, dass sie wegen der unterschiedlichen Zeitzonen und kulturellen Differenzen beziehungsweise wegen fehlender Erfahrungen mit dem Management über Ländergrenzen hinweg Abstriche in Kauf nehmen mussten.

Von den Softwareanbietern, die noch kein Offshoring betreiben (40 Prozent der Befragten), wollen fast drei Viertel dies innerhalb der nächsten 18 Monate nachholen. Für zehn Prozent kommt die Softwareentwicklung in Niedriglohnländern nicht in Frage, und acht Prozent haben schlechte Erfahrungen mit dem Offshoring gemacht und wollen ihre Aktivitäten daher einstellen. Hier wurden vor allem Probleme durch Kontrollverluste genannt. (sp)