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29.08.2006

Studie: VoIP-Qualität verbessert sich

Laut Minacom weist jeder fünfzigste VoIP-Anruf eine inakzeptable Qualität auf.

Das Untersuchungsergebnis von Minacom steht im klaren Gegensatz zu entsprechenden Resultaten, die Brix Networks, ebenfalls Anbieter von VoIP-Testing-Tools für Service-Provider, vor kurzer Zeit veröffentlicht hatte. Laut Brix ist bereits bei jedem fünften VoIP-Gespräch die Qualität minderwertig - Tendenz steigend.

Verschiedene Testmethoden

Grund für die Differenz der Ergebnisse sind möglicherweise die unterschiedlichen Untersuchungsmethoden: Bei den knapp eine Million VoIP-Verbindungen, die Brix über die Website Testyourvoip.com testete, handelte es sich um PC-to-PC-Dienste, wie sie Skype, Google oder Yahoo anbieten. Minacon überprüfte dagegen die Qualität von VoIP-Verbindungen, die Netzdienstleister auf Basis von Carrier-Grade-Equipment bereitstellen.

Besser als Festnetzanrufe

Die übertragenen Sprachdaten werden dabei weniger stark komprimiert und besitzen Priorität gegenüber regulärem Internet-Traffic, erklärte das Unternehmen. Im Gegensatz dazu beeinträchtigten zahlreiche Faktoren die Qualität von PC-basierenden VoIP-Verbindungen, darunter Firewall-Einstellungen, Rechenleistung, Antivirensoftware, hohe Datenkomprimierung oder die durch Spiele, Downloads und E-Mails beeinträchtigte Bandbreite.

Den Minacom-Tests zufolge, ist VoIP qualitativ sogar herkömmlichen Telefonaten überlegen. So wurden nicht nur 85 Prozent aller IP-basierenden Anrufe besser bewertet, auf einer aufsteigenden Wertungsskala von eins bis fünf erreichte VoIP zudem eine Durchschnittsnote von 4,2 - traditionelle Telefonie dagegen nur einen Wert von 3,9.

Schneller Verbindungsaufbau

Als Erklärung für Qualitätseinbußen verwies Minacom-Chef Michel Nadeau unter anderem auf die mitunter Jahrzehnte alten Kupferleitungen, das Quantisierungsrauschen bei der binären Codierung von analogen Signalen. Laut Studie ist VoIP der klassischen Telefonie auch beim Aufbau einer Verbindung überlegen. So vergingen im Schnitt nur 4,3 statt 5,7 Sekunden, bis eine Leitung innerhalb Nordamerikas stand. Bei internationalen Gesprächen dauerte die Aufbauzeit bei VoIP 8,7 Sekunden. Im Vergleich dazu benötigten herkömmliche Telefonate 10,4 Sekunden.

Die Ergebnisse basieren auf 14000 Anrufen, die Minacom in den vergangenen zwölf Monaten über seine Testplattform "Powerprobe 6000" nach Westeuropa und innerhalb Nordamerika getätigt hat. (mb)