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02.05.1986

Stufenplan für die Einführung der neuen Dienste vorgelegt:Brüssel mahnt "die Zwölf" zur Eile bei ISDN

02.05.1986

BRÜSSEL (vwd) - Dampf macht die EG-Kommission den zwölf Mitgliedsländern jetzt in Sachen Modernisierung des Fernmeldewesens. Noch 1986 müßten die Weichen für die Verbindung des Telefons mit dem Computer gestellt werden, damit die Realisierung von ISDN (Integrated Services Digital Network) zügig vorankomme. Dies verdeutlicht ein jetzt vorgelegter "Stufenplan" der EG-Kommission.

Das Volumen des ISDN-Marktes innerhalb der Gemeinschaft schätzt die EG auf rund 200 Milliarden ECU. "Die Zwölf" müßten insbesondere das "bunte Mosaik" ihrer immer noch weitgehend voneinander abgeschirmten Fernmeldesysteme zu einem Gesamtbild zusammenfügen und möglichst rasch einheitliche Schnittstellen für den Anschluß fortgeschrittener Endgeräte an die öffentlichen Telekommunikationsnetze definieren.

Außerdem sei eine Verständigung auf die zusätzlichen Dienstleistungen erforderlich, die spätestens 1993 angeboten werden müßten. Neben einer Reihe von Erleichterungen im Telefonsprechverkehr wie das automatische Wiederanwählen eines besetzten Anschlusses oder die Speicherung von anzuwählenden Anschlußnummern nennt die Kommission auch den schnellen Telekopierer (eine DIN-A4-Seite je Sekunde), das über die zehnfache Übertragungsgeschwindigkeit des Telex verfügende Teletex-System sowie für bestimmte Benutzergruppen "maß-

geschneiderte" Verbesserungen. Auf allein sechs bis sieben Milliarden ECU veranschlagt die Kommission die in den kommenden Jahren für den Übergang vom herkömmlichen Telefonsystem zur digitalen Telekommunikation erforderlichen Aufwendungen der Fernmeldebehörden. Im Hinblick darauf solle eine Flächendeckung von 80 Prozent der Anschlüsse verbindlich zum Ziel gesetzt werden, meint die Kommission. 1993 müsse die Anzahl der Fernmeldekunden mit Zugang zu ISDN mindestens fünf Prozent der Anschlüsse des Jahres 1983 entsprechen. Die sei die "kritische Masse". In diesem Zusammenhang sei auch sicherzustellen, daß die dünn besiedelten Regionen der Gemeinschaft nicht vernachlässigt werden. Die Kommission erinnert in diesem Zusammenhang an das im Januar vorgeschlagene "Star"-Programm, das unter anderem eine Beteiligung der Regionalfonds vorsieht.