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04.06.1993 - 

Weniger Aussteller und leere Hallen

Stuttgarter Messe CAT spuert die Auswirkungen der Krise

Nur noch 585 Aussteller verzeichnete die Messe Stuttgart auf den parallelen Messen CAT, Quality und Ident-Vision vom 25. bis 28. Mai 1993. Das sind 90 Anbieter weniger als im Vorjahr, ein Minus von 13 Prozent. Noch drastischer ging die Brutto- Ausstellungsflaeche zurueck, naemlich um 19 Prozent auf 27 600 Quadratmeter. Paravents versperrten in der CATHaupthalle 5 unverkaufte Standflaechen, auf der man die peinlich geschrumpften Ausstellungen Quality und Ident-Vision haette unterbringen koennen. Nur noch 39 beziehungsweise 44 Firmen fuehrt der Messekatalog fuer diese Veranstaltungen auf.

Besucherzahlen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor, aber langjaehrige Aussteller beklagten eine nie erlebte Oede und Langeweile. Teilweise nutzte das Personal die Gelegenheit zu schichtweisen Besuchen der angrenzenden IGA und ihrer Wein- und Bierpavillons. An Staenden anderer Aussteller fanden Mitarbeiterschulungen statt.

"Einigermassen zufrieden" aeusserten sich ueberhaupt nur einzelne Anbieter PC-basierter CAD-Loesungen. Bei den grossen Branchenveteranen war nicht einmal die sonst uebliche Ausrede vom geringeren, aber qualifizierteren Publikum zu hoeren. Durchweg war die Frage einer weiteren CAT-Beteiligung "ab sofort in heisser Diskussion".

Im Kern der Ausstellerkritik an den Messeveranstaltern standen die regionale Ausrichtung und mangelnde ueberregionale Profilierung der CAT als Spezialmesse fuer CAx-Techniken. "Mit High-Tech tut sich die Stuttgarter Messe einfach schwer", war ein frustriertes Resuemee. Geruechteweise war gar von einer bevorstehenden Abloesung des Messedirektors Walter Gehring zu hoeren.

Der hatte auf der Eroeffnungspressekonferenz "die Attraktivitaet des Messeplatzes Stuttgart" mit dem von Elektronikindustrie, Maschinen- und KFZ-Bau gepraegten Suedwesten der Bundesrepublik und der "raeumlichen Naehe zu den Maschinenbauzentren in der Schweiz, Oesterreich, Ostfrankreich und Oberitalien" begruendet. Dass gerade diese Branchen eine tiefe Krise durchmachen, hatte er als "momentanes konjunkturelles Wellental" verniedlicht. Nach Meinung von Gehring seien "Investitionen in Automatisierungstechniken gerade jetzt notwendiger denn je". Das umworbene Publikum ist da offenkundig anderer Ansicht.