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18.12.1987

Subventionieren IBMs Mainframes die PCs?

MÜNCHEN (CW) - Marktkennern ist nicht klar, wie die IBM mit PCs noch Gewinne erwirtschaften will. Anhaltspunkte für derartige Zweifel liefert eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens Annex Research.

Aus der Tabelle läßt sich ablesen, daß dem DV-Multi nach Abzug der reinen Produktionskosten für die Hardware im PC-Bereich nur noch ein schmaler Sockel von 21 Prozent des Umsatzes für weitere notwendige Ausgaben verbleibt. Dazu zählen Entwicklung, Marketing und der ganze Vertriebsapparat. Zwar dürften die Entwicklungskosten im PC-Sektor wesentlich geringer ausfallen als im Großrechnerbereich, aber dieser Vorteil wird nach Ansicht von Experten durch erhöhte Ausgaben für die Vermarktung "mehr als wettgemacht".

Wie in solchen Fällen üblich, mochte die IBM selber zu dem Zahlenwerk keine Stellungnahme abgeben. Lediglich die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung teilte das Unternehmen mit; sie betrugen im vergangenen Jahr weltweit 4,72 Milliarden Dollar. Über inoffizielle Kanäle erfuhr die COMPUTERWOCHE, die Zahlen seien "in ihrer Tendenz" durchaus plausibel.

Klarer äußerten sich Experten aus der DV-Szene, etwa Klaus Hopp, Deutschland-Direktor von Computerland. Hopp hält die hohen Herstellungskosten für die PC-Hardware für "außerordentlich ungewöhnlich", vor allem, wenn man bedenke, daß ein guter Teil der Komponenten in Fernost gefertigt werde. Aus diesem Grund zweifelt er die Richtigkeit der vorgelegten Zahlen an.