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13.09.1991

Suche nach den dritten Zähnen

Im DV-Beratungsgeschäft gibt es eine vieldiskutierte Erscheinung, den Synergie-Effekt, der entsteht, wenn ein finanzkräftiger Konzern eine Consultingfirma übernimmt oder sich an ihr beteiligt. Der Debis-Diebold-Deal ist ein anschauliches Beispiel dafür. Also: Weil jetzt jeder weiß, daß die Diebold-Management-Berater nicht mehr neutral sin, kann man ihren Empfehlungen getrost folgen - da das Daimler-Benz-Systemhaus Debis den Auftrag erhält, tritt kein Schaden ein. Den entgegengesetzten Fall haben wir in der Zahnpasta-Werbung: Was ist von einem Zahnarzt zu halten, der die Marke XYZ zum Schutz gegen Karies empfiehlt? Das Problem, in einer leeren Praxis zu stehen, ließe sich so nicht lösen. Der Vergleich hinkt natürlich: Was geschieht, wenn der Zahnpasta-Hersteller ABC unserem Dental-Darsteller für einen Werbeauftritt mehr bietet? Trauerwein will an dieser Stelle gar nicht weiterbohren. Nur soviel: Im Ergebnis wird zuviel Zahnpasta-Reklame produziert. Womit wir wieder bei unserem Ausgangspunkt wären. Was John Diebold bewogen hat, seine europäischen DV-Beratungsaktivitäten an Debis zu veräußern, wird sein Geheimnis bleiben. Eines ist sicher: Diebold kann nicht g e g e n die Kunden beraten. Bleibt die Frage, wie das mit der Outsourcing-Doktrin der Debis-Mutter vereinbar ist.

Sebastian Trauerwein, Information Resources Manager