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22.12.1989

Suche nach den lukrativen Nischen

Die fetten Jahre sind vorbei. Klassische Rechenzentren geraten mit ihrem umfassenden Dienstleistungsangebot immer mehr ins Abseits. Der Grund: Kleinere Unternehmen profitieren vom Innovationsschub der letzten Jahre und setzen mehr auf verteilte Umgebungen als auf zentrale Datenverarbeitung. Und die Großen machen sowieso alles selber. Traditionelle Rechenzentren können zudem ihren Kunden selten das Maß an Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit bieten, das für die Unternehmen heute überlebenswichtig geworden ist.

So bleibt den Anbietern nur noch die Hoffnung auf eine gewinnträchtige Nische. Neidische Blicke richten sich hier auf die Datev. Doch deren Markt ist den Mitbwerbern verschlossen, und kaum eine Dienstleistung läßt sich ähnlich flächendeckend anbieten wie Gehaltsabrechnungen. Selbst das Datev-Geschäft hat sich jedoch inzwischen von einem Wachstumsmarkt zu einer zwar lukrativen, aber stagnierenden Pfründe gewandelt.

In der Backup-Nische dagegen wird versucht, die Geldbeutel von potentiellen Kunden mit Horrortszenarien von Bränden, Erdbeben und Kabel-knabbernden Mäusen zu öffnen. Der Bedarf ist da, denn obwohl so ein Computer-Gau dem Unternehmen leicht den Garaus machen kann, ist kaum eine DV-Abteilung darauf vorbereitet. Trotzdem bleiben die Geldbeutel meist verschlossen. Stereotypes Argument der Geschäftsleitung: zu teuer.

Die besten Kunden der Backup-Zentren sind daher ihre Gründer, meist Großunternehmen. Die versuchen, ihr Rechenzentrum durch Dienstleistungen besser auszulasten. Ehrenrührig ist das keinesfalls. Im Gegenteil: Der Anbieter senkt durch Zusatzeinnahmen seine RZ-Kosten und die Kunden erhalten eine Möglichkeit, ihren Sicherheitsbedarf zu decken.

Trotzdem, die Suche nach lukrativen Nischen geht weiter.