Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


14.10.1983

Südkorea will im "Silicon Valley" Fuß fassen Ziel: Technik auf US-Standard bringen

SANTA CLARA (VWD)-Aktivitäten im kalifornischen "Silicon Valley" haben drei südkoreanische Technologieunternehmen aufgenommen. Die Samsung-Gruppe stellt über die Tochtergesellschaft Tristar Semiconductor Inc. in Sunnyvale Silikonwafers her. Die Hyundai-Gruppe hat die Modern Electrosystems Inc. (MEI) zum Entwurf elektronischer Schaltkreise und Komponenten für ihre koreanische Kfz-und Schiffsfertigung gegründet. Und die Lucky-Gold-Star-Gruppe koordiniert die Arbeiten ihres amerikanischen Partners.

Eines der Ziele der drei südkoreanischen Unternehmen ist dem Vernehmen nach, ihre Technologie auf US-Standard zu bringen, und Zugang zu einigen der führenden Techniker im Elektronikgebiet- zu bekommen. Außerdem hoffen sie, daß durch ihre Anwesenheit im "Mekka der Elektronikforschung" ihre Reputation im weltweiten Geschäft an Ansehen gewinnt. Immerhin steht das "Silicon Valley" für ein Drittel der gesamten US- Halbleiterproduktion und für ein Fünftel der Elektroniklieferungen an die US- Rakaten- und Raumfahrtindustrien.

Tristar ist Bestandteil der Samsung-Pläne, die Chipherstellung zu verbessern. Es ist daran gedacht, in einem neuen Werk in Suwon/Südkorea die Fertigung von 64-K-RAM aufzunehmen. In Sunnyvale wird dazu Entwicklung betrieben, so daß bei Samsung von einer Pilotanlage die Rede ist. Die neuen Chips sollen in erster Linie in eigenen Erzeugnissen eingesetzt werden. Unter anderem verfüge die Gesellschaft über die südkoreanische Lizenz zur Herstellung von IBM-Computern. Die übrigen Chips sollen im Wettbewerb mit amerikanischen, japanischen und anderen internationalen Anbietern verkauft werden.

Der Schritt Hyundais steht im Einklang mit der Diversifizierung in den Elektronikbereich. Nach Angaben von Firmensprechern will die Gruppe in MEI bis zu 40 Millionen Dollar investieren plus weitere 60 Millionen Dollar in eine entsprechende Anlage in Südkorea in der Nähe von Seoul. Ähnlich wie Tristar will MEI zunächst Grundlagenforschung betreiben und Prototypen für die Fertigung im eigenen Lande entwickeln.

Lucky Gold Star konzentriert sich im wesentlichen auf die Arbeiten eines Gemeinschaftsprojekts mit der zur American Telephone + Telegraph Co. gehörenden Western Electric Co., das Digitalschaltausrüstungen für das koreanische Fernmeldenetz produziert. Samsung und Hyundai verfolgen mit ihren Sunnyvale-Betrieben eine Strategie, die schon seit längerem von US-Unternehmen befolgt wird. Sie nutzen "Silicon Valley" mit seinen hohen Kosten für Werksfläche, Unterkunft und Arbeitskräfte als "Brutplatz" für hochtechnologische Produkte, die dann woanders in größeren Stückzahlen produziert werden sollen.