Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.02.1981 - 

Schwerarbeit am Bildschirm?

Süßeres Leben vor dem Bildschirm

WIEN (eks) - Substantielle Verbesserungen für Arbeitskräfte an Bildschirmgeräten kündigte Österreichs Sozialminister Dallinger kürzlich an. Zusammen mit Begünstigungen für Schwer- und Schichtarbeiter sollen Pausenregelungen und Vorbeugeuntersuchungen gesetzlich verankert werden.

Der Entwurf eines Gesetzes, das Frau Dr. Moritz von der Gewerkschaft euphorisch "Jahrhundertgesetz" nennt, könnte sich künftig auch auf EDV-Angestellte vorteilhaft auswirken, falls es verabschiedet wird. So sollen über die bisherigen informellen Regelungen hinaus bezahlte Kurzpausen von fünf Minuten je Arbeitsstunde gesetzlich verankert werden. Für Datenerfasser im Akkord, laut Dr. Moritz weit verbreitet, wird zusätzlich eine betriebsärztliche Betreuung verlangt. Die Forderung gelte unabhängig von der Betriebsgröße, da bis jetzt Betriebsärzte nur ab 700 Mitarbeitern zwingend vorgeschrieben seien. Die medizinische Betreuung soll in sogenannten arbeitsmedizinischen Zentren stattfinden. Als Modell dafür gilt das Arbeitsmedizinische Zentrum beim Tiroler Röhrenwerk, das Klein- und Mittelbetriebe zwischen Innsbruck und Wörgl betreut. Eingerichtet wurde es von der AUVA.

Weniger angetan vom bisherigen Alleingang des Sozialministers zeigte sich Dr. Dollinger von der Bundeskammer der Gewerblichen Wirtschaft. Er würde es vor allem begrüßen, wenn der Wildwuchs an Bescheiden des Arbeitsinspektorats bezüglich Pausen, Beleuchtung und sonstigen Arbeitsbedingungen der Bildschirmarbeiter kanalisiert werden könnte. Überdies glaubt sich die Bundeskammer im Besitz wissenschaftlicher Untersuchungen, die eine Schädlichkeit der Bildschirmarbeit verneinen. Sicher müßte man auch fragen, wer hingebungsvollen TV-Spielern und Teletext-Lesern die vorgeschriebenen Pausen verordnet.