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03.09.2004 - 

Beta 1 der Entwicklungsumgebung unterstützt J2SE 5.0

Sun bereitet großes Update für Netbeans vor

Das von Sun Microsystems ins Leben gerufene Open-Source-Projekt "Netbeans" gab die Beta 1 der neuen Entwicklungsumgebung frei. Netbeans 4.0 trägt vor allem den Veränderungen Rechnung, die mit der Java 2 Standard Edition 5.0 eingeführt wurden. Dazu zählen erweiterte Metadaten, Generics, Aufzählungen und Autoboxing von primitiven Datentypen. Die integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) unterstützt diese neuen Sprachfeatures im Editor, im Debugger und beim Refactoring.

Zu den wesentlichen Neuerungen zählt darüber hinaus das völlig überarbeitete Projektsystem, das auf Apaches "Ant" beruht. Es enthält eine Reihe von vorkonfigurierten Projekttypen, darunter etwa für J2SE-Desktop-Anwendungen oder zweistufige Web-Applikationen (JSPs, Servlets). Das Netbeans-Team verspricht damit weniger erfahrenen Programmierern, den vollen Funktionsumfang von Ant nutzen zu können, ohne mit der Komplexität des Tools konfrontiert zu werden.

Für die Entwicklung von Java-Software, die auf diversen Kleingeräten laufen soll, unterstützt Netbeans 4.0 das "Mobile Information Device Profile" (MIDP) 2.0 und die "Connected Limited Device Configuration" (CLDC) 1.1. Außerdem erlaubt es die einfache Integration von Handy- oder PDA-Emulatoren.

Das Basispaket von Netbeans ist für die Entwicklung von Anwendungen für J2SE, J2ME und JSPs sowie Servlets ausgelegt. Es enthält keine Funktionen zum Schreiben von Enterprise Javabeans (EJBs) oder Web-Services. Die vollständige Unterstützung für J2EE soll gleichzeitig mit dem Erscheinen der Beta 2 als separates Paket angeboten werden. Damit lassen sich EJB-Module und Session Beans erzeugen. Eigene Wizards helfen bei der Erstellung von Web-Services und J2EE-Projekten.

Netbeans erhielt in der aktuellen Version 3.6 einen Profiler zur Überprüfung von Speicher- und CPU-Kapazitäten, die eine Anwendung während ihrer Laufzeit in Anspruch nimmt. Das Tool beruht auf dem "JFluid"-Forschungsprojekt der Sun Labs und befindet sich derzeit im Zustand einer Vorabversion. Die Betaversion des Performance-Prüfers soll im Dezember als eigenständiger Download zur Verfügung stehen und dann mit der endgültigen Ausführung von Netbeans 4.0 zu verwenden sein.

Neuerungen bietet die IDE zudem bei Funktionen für das Refactoring. Sie erlauben das Umbenennen von Klassen, Methoden und Feldern, das Verschieben von Klassen, das Umbenennen von Packages, das Verändern von Methodenparametern und das Auffinden von Referenzen. (ws)