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26.04.2002 - 

Stellenabbau angekündigt

Sun bleibt weiter in den roten Zahlen

MÜNCHEN (CW) - Der große Durchbruch ist Sun Microsystems auch im dritten Quartal des Geschäftsjahres nicht gelungen. Zwar fiel das Ergebnis etwas besser als erwartet aus; verglichen mit dem Vorjahr reduzierte sich der Umsatz jedoch um knapp ein Viertel.

Im dritten Berichtszeitraum (Ende: 31. März) des Fiskaljahres setzte Sun Microsystems 3,1 Milliarden Dollar um. Damit blieb der Konzern hinter einer eigenen Prognose von Anfang März zurück, in der steigende Einnahmen gegenüber dem direkten Vorquartal prognostiziert worden waren. Von Oktober bis Dezember 2001 hatte Sun ebenfalls 3,1 Milliarden Dollar umgesetzt. Der Vergleich zum Vorjahresquartal macht überdies deutlich, in welcher Krise sich die Branche sowie das Unternehmen gegenwärtig befinden: Zum Ende März 2001 konnte der IT-Konzern genau eine Milliarde Dollar mehr Umsatz als gegenwärtig verbuchen.

Der aktuelle Nettoverlust belief sich auf 37 Millionen Dollar oder einen Cent je Aktie. Wallstreet-Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von zwei Cent gerechnet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte sich der Profit hingegen noch auf 136 Millionen Dollar belaufen. Suns Pro-forma-Verlust reduzierte sich zum Vorquartal um etwa zwei Drittel auf 26 Millionen Dollar.

Etwas versöhnlicher stimmte der Ausblick von Suns Chief Operating Officer (COO) Ed Zander: Demnach legen die Umsätze in diesem Quartal leicht zu, außerdem sei man auf dem besten Weg zur Gewinnschwelle. Erreicht werden soll dies auch durch die Streichung von rund 1000 der insgesamt knapp 40000 Stellen im laufenden Jahr. Dies soll vornehmlich über die natürliche Fluktuation vonstatten gehen, hieß es. Im vergangenen November hatte Sun erstmals in großem Stil Personal abgebaut. Damals wurden knapp zehn Prozent der Mitarbeiter entlassen.

Zander führte weiter aus, dass es Sun im vergangenen Quartal gelungen ist, den Konkurrenten IBM und Hewlett-Packard Anteile im Unix-Server-Markt abzunehmen. Gerade Big Blue sei in den ersten drei Monaten des Jahres stark unter Druck geraten, so der COO. Suns neuer Highend-Server und vermeintliche Mainframe-Alternative "Starcat" (Sunfire 15K) konnte rund 150-mal verkauft werden. Auch der als "Intel-Killer" apostrophierte Server "Daktari" (Sunfire V880) sei gut gelaufen.

Die Auswirkungen der kürzlich geschlossenen Speicherallianz von IBM und Hitachi Data Systems (HDS) auf das eigene Abkommen mit HDS wurden von Zander heruntergespielt. Man habe eine gute Beziehung und die Bestätigung, dass sich an dem im vergangenen August getroffenen Pakt nichts ändern werde, gab sich der Sun-COO zuversichtlich. Im letzten Quartal hat Sun eigenen Angaben zufolge 150 Systeme des Typs "Storedge 9900" abgesetzt, die von HDS stammen und dort "Lightning" heißen. (ajf)