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23.02.2005

Sun bringt schnellere Ultrasparc-IV-Chips

Doppelkern-Prozessoren mit 1,35 Gigahertz schließen Lücke bis zur Ultrasparc-IV+-CPU.

Sun Microsystems hat sich nun doch entschlossen, höher getaktete Sparc-IV-Prozessoren (Codename "Jaguar") auf den Markt zu bringen. Zuvor war unklar, ob den bestehenden Dual-Core-Chips, die mit 1,05 und 1,2 Gigahertz zu haben sind, schnellere Brüder zur Seite gestellt werden. Jetzt kann Texas Instruments (TI), Suns Chiphersteller, offenbar die höher getakteten CPUs in ausreichender Menge liefern. Die schnelleren Ultrasparc-IV-Prozessoren sind mit 1,35 Gigahertz getaktet und werden von TI im 130-Nanometer-Verfahren gefertigt.

Nach Angaben von Fadi Azhari, Group Manager von Suns Scalable Systems Group, ist dies die letzte Taktratenerhöhung für die Jaguar-Prozessoren, bevor noch in diesem Jahr die Ultrasparc-IV+-Prozessoren (Codename "Panther") auf den Markt kommen. Insider erwarten, dass diese mit 1,8 oder sogar 2 Gigahertz getaktet sein werden. Allerdings verschob Sun das Vorstellungsdatum der Panther immer wieder nach hinten, so dass - bei weiteren Verzögerungen - ein Jaguar-Chip mit 1,5 Gigahertz die Lücke im Angebot schließen könnte.

Die jetzt vorgestellte Version des Ultrasparc IV mit 1,35 Gigahertz soll dank zweier Rechenkerne mehr als den doppelten Durchsatz der Ultrasparc-III-CPU (mit 1,2 Gigahertz) leisten, allerdings muss dazu der Server-Rahmen geändert werden. Sun bietet die neuen Chips für das Vier-Wege-System "Sunfire 490" und die Acht-CPU-Maschine "Sunfire 890" an, die beide mit dem Betriebssystem Solaris 10 und der Middleware Java Enterprise System ausgeliefert werden.

Zusätzlich baut Sun in die stärksten Modelle der Zwei- und Vier-Wege-Maschinen "Sunfire V20z" und "V40z" ab sofort die AMD-Prozessoren "Opteron 252" und "852" ein. Ein V20z-Server mit zwei 2,6-Gigahertz- Opteron-252-Prozessoren, 4 GB Hauptspeicher und einer 73-GB-Festplatte kostet in den USA ohne Betriebssystem knapp 6400 Dollar.

In Zukunft mit Fujitsu

Angeblich im Zeitplan befindet sich die Entwicklung des "Niagara"-Prozessors, der mit acht Prozessorkernen ausgestattet sein wird und Anfang 2006 auf den Markt kommen soll. Die erste Version der CPU soll insbesondere für Web-Services, Suchmaschinen und Online-Transaktionen geeignet sein, die zweite Niagara-Generation dürfte für die Abarbeitung von vernetzten Daten und Verschlüsselungsaufgaben verwendet werden.

Die Niagara-Chips werden in den gemeinsamen Prozessor-Pool "Advanced Product Line" (APL) von Sun und Fujitsu eingebracht, den beide Unternehmen ab Mitte 2006 unterstützen. Niagara ist dabei für die mittelgroßen Sparc-Server vorgesehen. Die Highend-Maschinen sollen mit Fujitsus "Sparc-64"-CPU arbeiten. Unklar ist, ob Sun mit dem Niagara-Nachfolger "Rock" die APL-Linie ergänzen kann. Derzeit träumt Sun schon von den damit bestückten "Supernova"-Servern, die etwa 2008 auf den Markt kommen könnten - vorausgesetzt, der Sparc-Entwicklungspartner Fujitsu erklärt sich damit einverstanden. (kk) u