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31.05.1996 - 

Network File System für das World Wide Web vorgestellt

Sun bringt spezielle Software für Dateitransfer im Web heraus

Der "Netra NFS 150" ist eine Ultrasparc-basierte Maschine, die mit Hilfe der Software Web NFS fünf- bis zehnmal schneller auf Dateien im Intranet zugreifen soll als das Hypertext Transport Protocol (HTTP). Diese Angaben machte zumindest der Hersteller Sun, der das Dateitransfer-Programm auch in künftige Versionen seines Betriebssystems Solaris integrieren will. Außerdem soll das Verfahren an andere Hersteller lizenziert werden.

Um Web NFS allerdings nutzbar machen zu können, muß Sun noch die Anbieter von Web-Browsern dazu überreden, NFS-Adressen zu unterstützen. Argumente für den NFS-Adreß-Support wurden den Herstellern wie Netscape, Microsoft oder Spry bereits von IS-Managern geliefert. Die Anwender waren von der Möglichkeit des NFS-Transfers im Web fasziniert, da sie vor allem die Kontrolle in Intranet-Umgebungen verbessere.

Ein einheitlicher Zugriffsmechanismus würde zudem die Zahl der Eventualitäten reduzieren, die Entwickler derzeit beim Entwurf der Internet-Programme berücksichtigen müssen. Breite Zustimmung dürfte Suns NFS-Variante jedoch nur dann erlangen, wenn für den Einsatz keine dedizierten Rechner wie der Netra NFS 150 notwendig sind. Viele Anwender wollen noch warten, bis Web NFS für generell einsetzbare Server verfügbar ist.

Web NFS könnte möglicherweise dynamische Verbindungen zu Datenbanken und E-Mail-Archiven im Intranet einrichten, ohne daß Anwender eigens Links auf HTTP-Basis bereitstellen müßten. Web NFS kann hier seine Stärken ausspielen, da es anders als HTTP nicht für jeden File-Transfer eine neue TCP/IP-Verbindung herstellen muß.

Dennoch glauben viele Analysten nicht, daß Web NFS das Internet-Protokoll HTTP ersetzen wird. Allerdings könnten beide Verfahren nebeneinander existieren, wobei Web NFS für die schnellen Zugriffe auf verteilte Dateien zuständig wäre.