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19.05.2000 - 

Prognosen zur Zukunft des E-Commerce

Sun-Chef Scott McNealy holt zum Rundumschlag aus

MÜNCHEN (CW) - Einmal mehr hat Scott McNealy, Chef von Sun Microsystems, mit seinen markigen Sprüchen die Aufmerksamkeit der Medien geweckt.

"Alles Digitale mit einem elektronischen Herzschlag wird künftig mit dem Internet verbunden sein", prognostizierte der Manager in einer Rede auf der Technologiekonferenz "Hardware Heaven" von Merrill Lynch in New York. "Ich habe eine Menge dummer Vorhersagen gemacht, und sie haben sich alle als richtig erwiesen."

Nach einem Loblied auf den durch das Internet entstehenden weltumspannenden Handelsplatz holte der kampferprobte CEO zum Rundumschlag aus. Business-to-Business-Marktplätze, in die Unternehmen beispielsweise ihre gesamte Einkaufsabteilung auslagern, um diese Geschäfte von einem externen Partner erledigen zu lassen, sind für ihn der falsche Weg. Über kurz oder lang werde jedes Unternehmen seinen eigenen "Spot-Markt" errichten. Nur so könne es die Kontrolle über sensible Daten, wie etwa die Kaufgewohnheiten von Kunden, behalten. "Ich denke, die Leute werden begreifen, dass es dumm ist (an externe Dienstleister, Anm. d. Red.) auszulagern."

Wie zu erwarten war, nutzte McNealy die Medienpräsenz in New York auch, um Seitenhiebe an die direkten Konkurrenten zu verteilen. So kritisierte er etwa IBMs "heterogene" Strategie, Produkte für verschiedene Betriebssystem-Plattformen zu verkaufen, darunter Unix, Windows und das Open-Source-System Linux. IBM "braucht eine Systemintegrations-Company, die sich nur um die eigene Preisliste kümmert". Auch für Hewlett-Packard hatte der Manager den passenden Spruch parat: "Ich glaube, das ist ein großartiges Druckerunternehmen."

Der wachsende Erfolg von Linux stelle keine Bedrohung für Suns Geschäfte dar, behauptete McNealy mit Blick auf das eigene Unix-Derivat "Solaris": "Ich glaube, Linux ist ein Partner. Der Feind meines Feindes ist mein Freund."