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23.12.1998 - 

Kooperation mit Matsushita

Sun forciert Java für Kleingeräte

MÜNCHEN (ws) - Mit der Lockerung der Java-Lizenzbedingungen will Sun die Hersteller der Echtzeit-API von ihrem Sonderweg abbringen. Gleichzeitig versucht die Unix-Company durch eine Kooperation mit Matsushita, eigenständigen Java-Implementierungen das Wasser abzugraben.

Hintergrund für die Auseinandersetzungen um neue Java-APIs ist die Verbreitung der Technologie auf Kleingeräte für den Consumer-Markt und eingebettete Systeme. Durch ein einheitliches Programmiermodell erschließt sich IT-Anbietern dort ein riesiger neuer Markt, dessen Verteilung sie über die Durchsetzung eigener Spezifikationen zu ihren Gunsten beeinflussen wollen. Hinzu kommt, daß diese Kleingeräte teilweise nur einen niedrigen Verkaufpreis erzielen, so daß Lizenzkosten für Software die geringen Margen stark belasten. Deshalb entwickeln Hersteller wie HP mit "Chai" besonders dafür ihre eigenen Java-Implementierungen ohne Lizenz von Sun.

Im Streit um die eigenmächtig von HP & Co. vorgeschlagenen Echtzeit-APIs will Sun mit dem neuen, weniger restriktiven Lizenzmodell (siehe CW 51/98, Seite 9) den Weg für einen einheitlichen Standard ebnen. Die Unix-Company vereinbarte für Januar mit der Herstellergruppe mehrere Gespräche. Daneben beauftragte Sun eine unabhängige Expertengruppe mit der Spezifikation von Echtzeiterweiterungen.

Gleichzeitig will Sun-Chef Scott McNealy unabhängige Java-Varianten durch Lizenzverträge mit großen Anbietern von Consumer-Elektronik bekämpfen. Mit Matsushita gewann er einen Partner, der auch bei der Entwicklung einer leichtgewichtigen Java-Variante mithelfen soll. Suns "Embedded Java" benötigt nämlich mehr Ressourcen als HPs Version, was neben den geringen Lizenzkosten zu deren Verbreitung beiträgt.