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16.01.1998 - 

Systempreise sinken erstmals auf 3000 Dollar

Sun gibt der Wintel-Allianz mit Niedrigpreisen Kontra

Für weniger als 3000 Dollar - allerdings ohne Monitor - bietet die "Ultra 5" einen Ultrasparc-II-(i)-Prozessor mit 270 Megahertz Taktfrequenz, mindestens 64 MB Arbeitsspeicher sowie eine 4-GB-Festplatte. Die mit einer 300-Megahertz-CPU bestückte "Ultra 10" kostet unter 7000 Dollar und kann mehr Speicher verwalten sowie größere Festplatten bis 8 GB aufnehmen. Beide Systeme laufen mit dem aus dem PC-Bereich bekannten PCI-Bus und können mit entsprechenden Erweiterungskarten arbeiten.

Beim Ultrasparc-II-(i) handelt es sich um einen neu entwickelten integrierten Prozessor, eine Kombination aus 64-Bit-Ultrasparc und Kernlogik wie dem Speicher-Controller auf einem Stück Silikon. Linley Gwennap, Chefredakteur des "Microprocessor Report", meint dazu: "Das Modul zielt auf Midrange-Workstations. Hewlett-Packard verwendet einen ähnlichen integrierten Baustein in seinen Systemen." Zeitgleich mit Sun kündigt auch der Hersteller EIS (www.eis.com) aus dem kalifornischen Moorpark seine "Fusion-ix"-Server auf Basis des Ultrasparc-II-(i) an. Für knapp 4000 Dollar gibt es dort einen 266-Megahertz-Server inklusive Solaris 2.6.

Auch Suns High-end bleibt nicht unversorgt. Die "Ultra 60" arbeitet auf Basis des Chipsatzes aus dem "Ultra-450"-Workgroup-Server und enthält auch dessen 120-Megahertz-Bus "Ultra Port Architecture" (UPA). Das rund 20 000 Dollar teure System besitzt eine oder zwei 296-Megahertz-Ultrasparc-II-CPUs sowie acht PCI-Slots (davon zwei mit 66 Megahertz).

Suns Group-Manager Robert Novak setzt große Hoffnungen auf die Neuheiten: "Wir bieten Maschinen, die ein unerreichtes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Die Einstiegssysteme setzen genau da an, wo das PC-High-end endet. Ab heute gibt es bei Sun Straßenpreise."

Das ist nach Ansicht des Dataquest-Analysten Dan Dolan auch bitter nötig. Bislang sei die "Sparcstation 5", die zudem noch auf veralteter Technologie basiere, Suns einzige Option im 5000-Dollar-Preissegment gewesen. "Das Problem ist schlicht, daß NT zur neuen Definition von ,Low-end' geworden ist", meint Dolan.

1996 hatten die Unix-Anbieter laut Dataquest zusammen 708 000 Workstations verkauft und damit rund elf Milliarden Dollar Umsatz erzielt. In der ersten Hälfte 1997 lagen die Zahlen mit 355000 verkauften Einheiten und 5,6 Milliarden Dollar Umsatz in etwa derselben Größenordnung.

Die NT-Verkäufe hingegen steigen enorm. Waren 1996 noch 132000 verkaufte Systeme für 945 Millionen Dollar Umsatz gut gewesen, gingen bereits in der ersten Jahreshälfte 1997 mit 133000 Workstations (Umsatz: 912 Millionen Dollar) mehr Systeme über die Ladentheke als im kompletten Vorjahr.