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02.02.2001 - 

Neue Spezifikation im dritten Quartal

Sun gibt Details zu J2EE 1.3 bekannt

MÜNCHEN (CW) - Sun präsentierte in den USA Version 1.3 der Java 2 Enterprise Edition (J2EE). Zu den Neuerungen zählt vor allem die native Unterstützung der Extensible Markup Language (XML). Mit dieser und weiteren Ankündigungen will der Hersteller bei Entwicklern Flagge zeigen, die sich in letzter Zeit vernachlässigt fühlten.

Das für das dritte Quartal dieses Jahres erwartete J2EE 1.3 wird in der Lage sein, XML-Inhalte zu im- und exportieren sowie in unterschiedliche Dialekte zu übersetzen. Zudem verbessern sich im neuen Release die Sicherheit und Verfügbarkeit. Sun betonte den XML-Support nicht zuletzt deshalb, weil die Auszeichnungssprache zu den Kernelementen von Microsofts .Net-Strategie zählt. Java-Spezialisten wie etwa IBM geht aber die XML-Unterstützung in J2EE 1.3 noch nicht weit genug. So fehlt Big Blue laut dem Brancheninformationsdienst "Computerwire" die Unterstützung des Simple Object Access Protocol (Soap), einem Verfahren für den Funktionsaufruf zwischen Softwareobjekten, sowie des Verzeichnisdienstes Universal Description, Discovery Integration (UDDI).

Ebenfalls im dritten Quartal soll die Komponentenspezifikation Enterprise Javabeans (EJB) 2.0 freigegeben werden. Sie verfügt über ein einheitliches Modell zur Verarbeitung von Anfragen (Queries), was zu einer schnelleren Anwendungsentwicklung führe. Zudem lassen sich so Abfragen zwischen den Applikations-Servern verschiedener Hersteller leichter realisieren.

Sun stellte auf dem Event neun Hersteller vor, die sich als J2EE-Lizenznehmer erfolgreich einem Kompatibilitätstest unterzogen haben: Bluestone Software, Borland, Iona, Iplanet (eine Softwareallianz von der AOL-Tochter Netscape und Sun), Silverstream Software sowie Sybase. Inzwischen haben insgesamt 25 Hersteller J2EE lizenziert. Nach Angaben von Sun wird der Markt für Applikations-Server von J2EE-kompatiblen Produkten bestimmt. Den Anteil solcher Produkte in diesem Segment beziffert der Anbieter auf 76 bis 90 Prozent. Und die Nachfrage steigt: Laut Mike Gilpin, Analyst der Giga Information Group aus Cambridge, Massachusetts, ist das Interesse der Firmen an J2EE viel größer als noch vor sechs Monaten.

Gespannt wartet die Branche auf die Vorstellung von Suns Web-Services-Strategie, die man am 5. Februar vorstellen will. Dabei soll J2EE eine wichtige Rolle spielen. Sun ist durch die E-Business-Pläne von Microsoft, Oracle, Hewlett-Packard und IBM zumindest in Sachen Marketing ins Hintertreffen geraten und versucht nun, Boden gutzumachen beziehungsweise Java-Entwickler bei der Stange zu halten.