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04.12.1992 - 

Weiterbildungsangebote für Ingenieure und Zeichner

Sun investiert in DV-Schulungen in mehreren ostdeutschen Städten

Der marktwirtschaftliche Aufbau der neuen Bundesländer kann ohne zeitgemäß qualifizierte Arbeitskräfte nicht gelingen. Bernhard Büchel* schildert die Kooperation der Sun Microsystems GmbH mit der mediadesign GmbH zur DV-Weiterbildung insbesondere von Ingenieuren und Grafikern in Ostdeutschland.

Die fünf neuen Bundesländer sind in einem tiefgreifenden Umbruch. Er ist kein Wiederaufbau, sondern eine regelrechte Neustrukturierung Ostdeutschlands. Kompetenten Prognostikern zufolge wird im Ergebnis des wirtschaftlichen Wandlungsprozesses die Zahl der Arbeitsplätze weniger als zwei Drittel derjenigen von 1989 betragen. Ihre Struktur und die Qualifizierungsanforderungen an die dort Tätigen werden sich erheblich von den heutigen unterscheiden.

Zukunftsorientiert gedacht, bedeutet das eine gewaltige Herausforderung an die berufliche Weiterbildung. 510300 Ostdeutsche und damit 44 Prozent aller Arbeitslosen befanden sich im Mai diesen Jahres in der beruflichen Fortbildung und Umschulung. Engagement und Risikofreude der freien Bildungsträger haben daran einen großen Anteil.

Zur Zeit begegnen sich in Ostdeutschland zwei gegensätzliche Tendenzen. Von einer funktionierenden Wirtschaft kann einerseits bisher keine Rede sein. Noch bricht mehr zusammen, als sich neu aufbaut.

Ostdeutsche Weiterbildung muß gefördert werden

Ohne intakte Wirtschaft gibt es auch keinen funktionieren den Bildungsmarkt. Andererseits kann sich die ostdeutsch Wirtschaft nur marktwirtschaftlich umbilden, wenn eine hoch qualifizierte Arbeitnehmerschaft Investitionen lohnend er scheinen läßt. Deshalb darf es an der beruflichen Weiterbildung für Ostdeutschland, wie sie bisher von der Bundesanstalt für Arbeit gefördert wird, keine Abstriche geben.

Dazu noch zwei Zahlen: Heutige Prognosen besagen, daß zur Jahrtausendwende das ostdeutsche Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt bei 55 Prozent des westdeutschen liegen wird. Die Angleichung des Arbeitsmarktes an die alten Bundesländer wir mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Berufliche, kulturelle und politische Bildung gelten zu Recht als die drei Kernbereiche des lebenslangen Lernens. Die Menschen in Osteuropa sind über Nacht mit neuen beruflichen, rechtlichen, politischen und teilweise kulturellen Herausforderungen konfrontiert. Es gilt jetzt, ihr Wissen mit neuesten Technologien, rationellen Fertigungen und internationalen Marktstandards zu verbinden.

Hier sind die neuesten Hard- und Softwareprodukte der Computerindustrie gefragt. DTP, CAD, Computeranimation und Multimedia-Anwendungen sind Zauberworte, die konventionell erworbenes Wissen quasi veredeln.

Das freie Bildungsunternehmen mediadesign, GmbH, das viertgrößte seiner Art in der Bundesrepublik, ist das größte von Sun Microsystems autorisierte Trainingszentrum. Es hat Filialen in Berlin, Dresden, Chemnitz, Magdeburg, Dessau und Erfurt aufgebaut, sieht also einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit in Ostdeutschland. Mit seiner Tochterfirma Management Information Television (MITV) verfügt es auch über ein Zentrum für multimediale Dienstleistungen. In der Dresdener Dependance sind momentan 38 Sun-Workstations im Einsatz. Folgende Programmpakete laufen dort:

- Unix/Sun OS,

- Openwindow 3,

- I-Deas von SDRC für 2D/3D-Modellierung, FEM-Berechnungen und CNC-Programmierung,

- Visula Plus von Racal Redac zum Elektronikdesign,

- CADDS von Computer Vision

- sowie das Stahlbaupaket PKS.

An Sun-Hardware und entsprechender Software wurden allein bei mediadesign Dresden bereits 500 Ingenieure und Zeichner ausgebildet.

Die steigende Nachfrage an Industrieschulungen belegt, da die Leistungen von Sun wie höhere Rechnergeschwindigkeit, erweiterte Grafikmöglichkeiten, Netzwerk- und Sicherheitstechniken und Speicherbedarf genau den Anforderungen entsprechen, die in Ostdeutschland bestehen.

Besonders die Freigabe der Sparc-Architektur und der damit entfachte Wettbewerb auf diesem Sektor hat mittlerweile zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für Hardware geführt und ermöglicht auch kleineren und mittelständische Unternehmen, derartige Technik einzusetzen.

*Dr. Bernhard Büchel ist Mitarbeiter der mediadesign GmbH in Ostberlin.