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Akquisition soll Ultrasparc-CPU aufmöbeln


05.07.2002 - 

Sun kauft Chiptechnik zu

MÜNCHEN (CW) - Neben Details zur hauseigenen "Ultrasparc"-Prozessor-Roadmap hat Sun Microsystems vergangene Woche die Übernahme von Afara Websystems angekündigt. Presseberichten in den USA zufolge arbeitet das auf Chipdesign spezialisierte Startup an einer Sparc-kompatiblen CPU, die den Datentransfer übers Web beschleunigen soll. Neben der Technik sollen auch die Afara-Ingenieure im Hause Sun eine neue Bleibe finden.

Genauere Angaben zu den Übernahmebedingungen und den Hintergründen für das gesteigerte Interesse an dem US-amerikanischen Unternehmen, das sich als "Hersteller von IP-Traffic-Management-Systemen" bezeichnet, will Sun derzeit nicht machen. Laut David Yen, Vice President und General Manager der Processor Products Group von Sun, soll die Afara-Technik Einzug in die hauseigene Risc-Architektur halten und bei Rechenaufgaben in den Bereichen Streaming Media oder File-Serving von Vorteil sein. Noch in diesem Monat soll die Akquisition zum Abschluss gebracht werden.

Neben ihren aktuellen Einkaufsplänen hat die McNealy-Company vergangene Woche ihre jüngste Ultrasparc-Roadmap - vorsichtshalber ohne genauere Zeitangaben - vorgestellt. Demnach soll Suns mit 900 Megahertz und 1,05 Gigahertz derzeit schnellste CPU "Ultrasparc III" weiter im 0,18-Mikrometer-Verfahren hergestellt, allerdings auf 1,2 Gigahertz beschleunigt werden. Danach steht der zur Vorgängerversion Pin-kompatible Ultrasparc IV mit Taktraten von 1,2 bis zwei Gigahertz auf dem Programm, der mit Strukturbreiten von 0,13 Mikrometern sowie verbesserter Mikroarchitektur gefertigt werden wird. Theoretisch soll dieser sowohl in den Sun-Fire-Einstiegs-Servern "V480"und "V880" laufen als auch in den Midrange- beziehungsweise Highend-Produktlinien "3800","4800", "6800" sowie "12K" und "15K" zum Einsatz kommen.

Mittelfristig wird dann der "Ultrasparc V" alias "Millennium" in den Nachfolgern der aktuellen "Serengeti"- beziehungsweise "Safari"-Server sein Debüt geben. Nach Angaben von Yen wird es sich bei diesen Systemen und auch bei den Chips um grundlegend neue Designs handeln. Dabei sei der Millennium-Chip aufgrund seiner Fähigkeit, zwischen optimierten Modi für single- und multithreaded Applikationen hin- und herzuschalten, sowohl Intels "Itanium" als auch IBMs "Power"-Prozessoren überlegen, so der Sun-Manager. Im 0,09-Mikrometer-Prozess und mit Kupferleitern produziert, soll der Ultrasparc V anfänglich mit 1,8, später jedoch mit drei Gigahertz und mehr takten.

Wie vom Ultrasparc III sind auch von den Folgemodellen IV und V die bekannten "i"- und "e"-Ausführungen für Workstations, Einstiegs- und Midrange-Server geplant. Ein "IIIi" soll zwischen 1,1 und 1,6 Gigahertz, ein "IVi" mit 1,1 und zwei Gigahertz takten. Für den "Vi" hingegen sind bereits Taktraten von 1,5 bis über drei Gigahertz vorgesehen. (Siehe auch Seite 17) (kf)