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09.02.1996 - 

Fuer Consumer-Geraete und Internet-PCs

Sun kuendigt eine Serie von Java-optimierten Chips an

Sun entwickelte Java urspruenglich fuer Consumer-Geraete, aber erst der Internet-Boom verhalf der Sprache zum Durchbruch. Sun will sie nun mit Hilfe der neuen Prozessoren im Consumer-Bereich und fuer das Internet gleichermassen zum Standard machen.

Besonders die Plattformunabhaengigkeit von Java-Applets machte diese Technologie fuer den Einsatz in heterogenen Umgebungen interessant. Diese Unabhaengigkeit erreicht Java dadurch, dass der Compiler sogenannten Byte-Code erzeugt, der waehrend der Laufzeit von einem Interpreter (virtuelle Maschine) in die Maschinensprache der jeweiligen Plattform uebersetzt wird. Die neuen CPUs sollen den Output des Java-Compilers direkt und ohne den Einsatz einer Softwareschicht abarbeiten koennen. Diese koennen deshalb laut Sun Java-Anwendungen im Vergleich zu anderen Mikroprozessoren wesentlich schneller ausfuehren. Allerdings sind die neuen Chips nur fuer Java-Applets geeignet, andere Anwendungen oder Betriebssysteme laufen damit nicht.

Als erster Chip der neuen Familie soll "Pico-Java" Mitte 1996 das Licht der Welt erblicken. Mit einem Stueckpreis von unter 25 Dollar ist er fuer den Einsatz in Peripheriegeraeten und Mobiltelefonen gedacht. Die naechste CPU mit dem Namen "Micro-Java" folgt voraussichtlich im ersten Quartal 1997 und ist mit einem Stueckpreis zwischen 25 und 100 Dollar fuer Netzwerkgeraete in Buchungssystemen, Mail-Terminals und einfachen Spielekonsolen bestimmt. Die leistungsfaehigste Ausfuehrung mit dem Namen "Ultra-Java" soll wohl den Ambitionen von IBM und Oracle bei der Entwicklung eines sogenannten Internet-PCs Paroli bieten. Dieser Prozessor wird den Planungen zufolge ab 100 Dollar pro Stueck Ende 1997 erhaeltlich sein und zudem Unterstuetzung fuer 2D/3D-Grafik, Audio, Videokompression, Netzwerke und Verschluesselung beinhalten.