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29.11.2002 - 

Neue Cluster-Technik für Sun-Fire-Systeme

Sun lässt Wildcat auf die Server los

MÜNCHEN (CW) - Sun Microsystems hat die lang erwartete, bisher unter dem Codenamen "Wildcat" gehandelte Cluster-Technik für seine Unix-Server-Reihe "Sun Fire" vorgestellt. Mit dem Verbindungssystem "Fire Link" lassen sich mehrere Highend-Server zu einem High-Performance-Rechnerverbund zusammenfassen.

Suns "Fire-Link"-Technik kann zwei oder drei Highend-Sun-Fire-Server per Direktanschluss an den Backplane zu einem High-Performance-Cluster verbinden. Unter Zuhilfenahme eines speziellen Switches lassen bis zu acht Knoten zusammenfassen. Innerhalb eines Rechnerverbunds soll der auf Glasfasertechnik basierende Fire Link Datentransferraten von bis zu 4,8 GB pro Sekunde unterstützen und eine Spitzenleistung von über einem Teraflops (ein Teraflops = eine Billion Floating Point Operations pro Sekunde) erreichen. Zu den Hochverfügbarkeitsmerkmalen, durch die sich das System speziell für den Einsatz im HPTC-Bereich (HPTC = High Performance and Technical Computing) eignen soll, zählen Hot-Swap-Komponenten sowie das "Link Striping", das laut Sun die Kombination von bis zu vier parallelen Fire-Link-Kanälen erlaubt. Zudem zeichnet sich Wildcat durch eine niedrige MPI-Latenz (MPI = Message Passing Interface) von unter vier Mikrosekunden aus, die der Interconnect nicht zuletzt seinem internen Remote-Shared-Memory-API verdanken soll. Letzteres erlaubt es Applikationen direkt, sprich: ohne Umwege über das Solaris-Betriebssystem auf den Cluster-Knoten, mit Fire Link zu kommunizieren. Laut Sun ist die hauseigene Technik IBMs SP2-Switch in Sachen Bandbreite um das Achtfache, in puncto Latenzzeit um das Vierfache überlegen.

Nutzen lässt sich Wildcat mit den drei größten Systemen des Herstellers. Fire-Link-Unterstützung bieten laut Ingo Frobenius, Product Manager Enterprise und Midframe Server bei Sun, derzeit die "6800" mit bis zu 24 Prozessoren, die "12K" mit maximal 48 sowie die "15K" mit bis zu 102 CPUs. Die Fire-Link-Ausstattung für die 6800er kostet 39600 Euro pro Assembly, für die 12K beziehungsweise die 15K schlägt sie mit jeweils 73 500 Euro zu Buche. Laut Frobenius sind aus Redundanzgründen jeweils zwei Fire-Link-Assemblys pro Server im Cluster erforderlich.

Mit Supercomputer-Clustern auf Basis des Fire-Link-Interconnects, die Sun unter dem Namen "Galaxy" anbietet, wendet sich der Hersteller insbesondere an Hochschulen, Forschungsinstitute und das Regierungsumfeld. Galaxy-Konfigurationen umfassen Cluster aus bis zu acht Highend-Servern (144 bis 800 Prozessoren) und einer Maximalleistung von 1,68 Teraflops. Eine Reihe von Sun-Fire-Link-Clustern finden sich bereits in der aktuellen Top-500-Liste der weltweit rechenstärksten Computer. Dazu zählen Systeme im High Performance Computing Virtual Laboratory in Kanada und an der Cambridge University (Großbritannien). (kf)