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12.08.1988 - 

Umsatz übersteigt eine Milliarde Dollar:

Sun Micro läuft der Konkurrenz davon

MOUNTAIN VIEW (IDG) - Die Aktivitäten der sogenannten Unix-Contras - der Mitglieder der Open Software Foundation (OSF) - haben dem Erfolg der mit AT&T liierten Sun Microsystems Inc. bei Anwendern und OEMs nicht den geringsten Abbruch tun können.

Im Geschäftsjahr 1987/88, das am 30. Juni endete, überschritt der Umsatz des Unternehmens mit 1055 Millionen Dollar erstmals die Milliardengrenze. Im Vorjahr hatte Sun knapp über eine halbe Milliarde Dollar eingenommen (exakt 537,5 Millionen). Im vierten Quartal, in das die Gründung der OSF fiel, verdoppelte sich der Umsatz fast: Er stieg von 185,9 auf 365,1 Millionen Dollar. In der nächsten Fortune-500-Liste dürfte der Silicon-Valley-Aufsteiger, zuletzt auf Platz 463 in der Industrie und Platz 24 in der Branche, einen Satz nach vorne machen - wahrscheinlich auf den 16. Rang unter den US-DV-Firmen.

Bei der Gewinnentwicklung legte Sun ebenfalls an Tempo zu. Fürs Jahr erreichte der Überschuß die Höhe von 66,4 (36,3) Millionen Dollar, was einem Plus von 83 Prozent entspricht. Allein im vierten Quartal kam ein Profit von 25,3 (10,9) Millionen Dollar zusammen; das sind annähernd 40 Prozent des gesamten Jahresertrags. Die Umsatzrendite reicht mit unter sieben Prozent indes nicht aus, Sun unter die Spitzenverdiener der Branche einzureihen.

Nach Informationen der "Financial Times" brach das kalifornische Micro-Unternehmen einen weiteren Rekord: Am Quartalsende sei es mit Aufträgen im Wert von 224 Millionen Dollar im Rückstand gewesen. Dieses dicke Auftragspolster sei zustande gekommen, obwohl Sun-Chef Scott McNealy zu Quartalsbeginn entschieden habe, knappe Bauteile auch zu höheren Preisen zu beschaffen, damit die Kunden schneller ihre Rechner bekommen. So wurden trotz des Chip-Engpasses in den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 17 000 Einheiten ausgeliefert.