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01.09.2000 - 

Auf Basis von Java

Sun Microsystems bietet kostenlose XML-Tools an

MÜNCHEN (CW) - Die Unix-Company Sun will im Rahmen ihrer XML-Aktivitäten eine Reihe von einschlägigen Werkzeugen zum kostenlosen Herunterladen anbieten. Dazu zählen solche für die Erstellung von SVG-Grafiken, ein XSLT-Compiler und eine Suchmaschine.

Bei Scalable Vector Graphics (SVG) handelt es sich um ein Grafikformat, das XML zur Beschreibung aller Bildinhalte nutzt. Aufgrund seiner XML-Abstammung liegen die Daten in einer von Menschen lesbaren Form vor und können Co-Standards wie Xlink oder XSL nutzen. In Grafiken eingebettete Texte lassen sich über Suchfunktionen beispielsweise von Browsern auffinden - bei GIF- oder JPEG ist dies nicht möglich. Anfang August erlangte SVG beim W3 Consortium den Status des "Candidate Recommendation".

Sun will nun unter http://www.sun.com/xml eine Software zur Erstellung von 2D-Grafiken im SVG-Format anbieten. Hinzu kommt noch ein SVG Slide Toolkit, mit dem sich auf Basis von XML Präsentationen erstellen lassen. Zum Umfang dieser Tools-Sammlung gehören eine Document Type Definition (DTD), Cascading Style Sheets (CSS) zur Formatierung der dort definierten Elemente, eine Reihe von Vorlagen sowie eine Software zur Darstellung der Folien.

In der zweiten Betaversion befindet sich derzeit der XSL-Transformation-(XSLT-)Compiler. Er erzeugt ein Java-Programm, das die in einem Stylesheet formulierten Umwandlungen vornimmt. Dieses soll kompakter sein als gängige XSLT-Prozessoren und zudem schneller ablaufen. Sun plant, dieses Tool der Apache Software Foundation zu stiften.

Laut einer Meldung des Branchendienstes "Computergram" will der Workstation-Anbieter in den nächsten Wochen zusätzlich eine XML-Suchmaschine fertigstellen. Im Gegensatz zu Volltextmaschinen soll diese die Struktur und die als XML-Auszeichnungen vorliegenden Metainformationen auswerten können. Für den gezielten Zugriff auf Dokumentabschnitte setzt Sun auf den Standard "Xpath". Diese Technologie könnte genauere Abfragen und bessere Suchergebnisse möglich machen. Die Benutzer-Schnittstelle zur Formulierung von Queries soll sich der Struktur der zu durchsuchenden Daten anpassen lassen. Unklar ist noch, ob auch diese Software frei verfügbar sein wird.