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13.09.2005

Sun Microsystems bringt erste "Galaxy"-Server

Prozessoren von AMD erhalten den Vorzug vor Intel-Chips.

Sun Microsystems hat nach 18 Monaten Entwicklungszeit eine neue Generation X64-Servern mit Dual-Core-Prozessoren auf Basis der Opteron-Architektur von Advanced Micro Devices (AMD) vorgestellt. Bei der Auslegung des Innenlebens und des technischen Designs war Andreas von Bechtolsheim federführend. Der Deutsche, der Sun gemeinsam mit Scott McNealy und Vinod Khosla im Februar 1982 gegründet und das Unternehmen vorübergehend verlassen hatte, zeichnet jetzt als Chief Technology Officer (CTO) wieder für dessen Technikentwicklungen verantwortlich.

Fazit

In einer ersten Stellungnahme äußerte sich Illuminata-Analyst Gordon Haff überzeugt von den neuen Maschinen. Sun habe im Massenmarkt der X86- und X64-Server schon ordentlich punkten können mit Systemen, die lediglich mit Standardkomponenten und einem Layout von der Stange ausgerüstet waren. Mit den jetzt vorgestellten Galaxy-Servern hebe Sun sich wegen des technischen Designkonzepts und der daraus resultierenden Leistungsverbesserung deutlich von den Konkurrenten HP, IBM und Dell ab. Allerdings, so Haff, müsse Sun das Galaxy-Konzept weiter in Richtung Blades und Industriegehäuse-Systeme (Rack mount) ausbauen, um wie bei früheren Solaris-Sparc-Systemen als Rundum-Anbieter auch in Sachen X64-Welt gelten zu können.

Komplette Eigenentwicklung

Bei den ersten drei Maschinen der "Galaxy"-Serie handelt es sich um Ein- und Zwei-Prozessor-Maschinen, denen zu einem noch nicht bekannt gegebenen Zeitpunkt in 2005 Vier- und Acht-CPU-Modelle folgen sollen. Alle Systeme arbeiten mit AMDs "Opteron"-Prozessoren. Hierbei handelt es sich um eine X86-Architektur, die um 64-Bit-Charakteristika erweitert wurde. Die angebotenen Modelle arbeiten mit CPUs unterschiedlicher Leistung und Ausstattung.

Die früheren "Sunfire"-Server entsprangen noch den Labors der SCI-Sanmina-Division Newisys, die die "V20z"- und "V40z"-Server im Wesentlichen entwarfen, und die Sun ab dem Frühjahr 2004 quasi als Platzhalter für die noch zu erwartenden Galaxy-Systeme verkaufte. Mit diesen Systemen bahnte sich Sun den Weg in den Volumenmarkt der Intel-basierten "X86"- und "X64"-Server. Die Galaxy-Rechner nun sind die erste komplette Eigenentwicklung von Sun in diesem Marktsegment.

Der Blick auf das Innenleben überzeugt mit einer durchdachten Konzeption etwa der Kühlungs- und der wartungsfreundlichen Komponentenanordnung. Vor allem hat Sun das Layout der Systemplatine selbst gestaltet. Das Kühlsystem dürfte bei der nächsten Generation von AMD-Chips, den mit 2,4 Gigahertz getakteten "Opteron-200-Series"-CPUs, besonders wichtig werden. Deren Wärmeableitung steigt von 89 Watt bei einer Taktrate von 2,2 Gigahertz auf immerhin 120 Watt bei 2,4 Gigahertz. Als erste Systeme hat Sun jetzt die Ein-Prozessor-Maschine "Sunfire X2100" mit einem Einstiegspreis ab 660 Euro, die für zwei Prozessoren ausgelegte "Sunfire X4100" und die von der Prozessorbestückung gleich ausstaffierte aber mit mehr Festplattenkapazität versorgte "Sunfire X4200" vorgestellt.

Der Einstiegspreis für X2100-Server liegt bei 660 Euro. Mitgeliefert werden Solaris 10 und 512 MB Arbeitsspeicher. (jm)