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30.05.2003 - 

Verbessertes Sicherheitsmodell

Sun nimmt neuen Anlauf mit Jini

MÜNCHEN (IDG) - Sun Microsystems plant ein Upgrade seiner Java Intelligent Network Infrastructure (Jini). Die Version verfügt über ein neues Sicherheits-Framework und soll im Juni auf der Entwicklerkonferenz "Java One" in San Francisco vorgestellt werden.

Die überarbeitete Jini-Version wird Sun als Bestandteil des "Jini Starter Kit (JSK) 2.0" präsentieren. Unternehmensnahen Kreisen zufolge beabsichtigt der Hersteller, die endgültige Fassung des JSK seiner Entwicklergemeinde während der Java One bereitzustellen. Gegenwärtig kann das JSK als Betaversion von der Jini-Homepage (davis.jini.org) heruntergeladen werden.

Wesentlicher Bestandteil der Spezifikation ist ein verbessertes Sicherheitsmodell, das auch bereits existierende Jini-Services mit geringfügigen Änderungen nutzen können. Im neuen JSK enthaltene Tools machen dies möglich.

Die dafür notwendigen Grundlagen hat das Jini-Technik-Team bei Sun unter dem Titel "Project Davis" gemeinsam mit kommerziellen und unabhängigen Entwicklern der Jini-Community erarbeitet.

Durch das neue Sicherheits-Framework sollen Server oder andere Jini-fähige Geräte entscheiden können, ob von irgendeinem Punkt im Netz heruntergeladener Code vertrauenswürdig ist oder nicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, bestimmten Services oder Service-Proxys je nach Kontext Rechte zu gewähren beziehungsweise einzuschränken.

Das JSK wird überdies eine an Jini angepasste Implementierung der Java Remote Method Invocation (RMI) enthalten. Diese Jini Extensible Remote Invocation (Jeri) genannte Erweiterung zielt darauf ab, Jini-Entwicklern die Anbindung ihrer Applikationen an Nicht-Jini-Applikationen zu erleichtern. Weitere Bestandteile des Starter Kits sind neue Utility-Klassen sowie überarbeitete Versionen der Jini-typischen Discovery-Protokolle.

Es wird sich zeigen müssen, ob das JSK 2.0 das Steuer in Sachen Jini-Akzeptanz noch herumreißen kann. Uttam Narsu, Vice President von Forrester Research, ist skeptisch: Die Glaubwürdigkeit der Technik als ernst zu nehmende Entwicklungsplattform habe aufgrund technischer Unklarheiten sowie Suns anfänglich schwammiger Positionierung stark gelitten. Es habe in der Folge zwar zahlreiche Projekte gegeben, um Jini auch Entwicklern im Unternehmensumfeld schmackhaft zu machen. "Sie sind aber eines nach dem anderen gescheitert", resümiert der Analyst. (ave)

Jini - die Idee

Jini soll Netze intelligenter und darin vorhandene Ressourcen einfacher nutzbar machen. Werden Java-taugliche Geräte an eine Jini-Infrastruktur angeschlossen, melden sie sich automatisch bei einer zentralen Instanz an, die sämtliche Ressourcen - Rechner, berechtigte Personen, Peripheriegeräte sowie von diesen bereitgestellte Services - verwaltet. Bei Services kann es sich um Funktionen, beispielsweise Drucken, oder Fähigkeiten wie Speicher- oder Rechenkapazität handeln. Der Anwender soll mit Jini kaum in Berührung kommen: Er erhält lediglich angezeigt, welche Dienste ihm zur Verfügung stehen, und kann sie nutzen.