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Enterprise Application Integration


01.09.2000 - 

Sun öffnet Forté Fusion für Java, Corba und DCOM

MÜNCHEN (CW) - Die Kopplung verschiedenster Anwendungen gehört zu den größten Herausforderungen der IT-Abteilung. Frameworks für Enterprise Application Integration (EAI) wie "Forté Fusion R2" sollen helfen, Geschäftsprozesse systemübergreifend abzubilden.

Das Framework, das EAI-Experten aufgrund seiner Architektur auch als "Processware" bezeichnen, verspricht die plattform- und sprachunabhängige Integration von unternehmensweiten Anwendungen sowie die Automatisierung von Business-Prozessen auf Basis von Workflow-Technologie und der lange vor den meisten Wettbewerbern genutzten Extensible Markup Language (XML). Zudem wird der XML-Standard XSLT für die Datenkonvertierung eingesetzt. Mit Relase 2 hat Sun nun Verbesserungen vorgenommen, die von der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" sehr gute Noten bekamen.

Die Kernmodule auf der Server-Seite des Frameworks sind der "Conductor", die Engine zur Automatisierung von Geschäftsprozessen, sowie "Backbone", das die Geschäftslogik verwaltet, die Daten per XSL übersetzt und mit den diversen Adaptern, Sun spricht hier von "Fusion-Clients", kommuniziert. Dank der integrierten grafischen Entwicklungswerkzeuge ist es nach Angaben der Tester möglich, Geschäftsprozesse zu mappen und die Inhalte der zu übertragenden Objekte zu definieren, sodass sich ohne großen Programmieraufwand eine EAI-Lösung erstellen lässt.

Um die mitgelieferte Geschäftslogik zu erweitern, bietet Fusion die Möglichkeit, Scripts mit der eigenen Transactional Object-oriented Language (TOOL) zu schreiben. Die Sprache ist eine Mischung aus C- und Basic-Syntax und nicht ganz einfach zu erlernen. Allerdings wird eine umfassende Dokumentation mitgeliefert.

Fusion-Clients sind einfache Routinen, die mit Hilfe eines API-to-XML-Schemas mit externen Anwendungen und dem Fusion-Server kommunizieren. Zudem stehen vorgefertigte Clients für SAP, Vantive, Siebel, den EDI-Ableger "Swift" oder Seagate bereit. Zusätzlich lassen sich Adapter für "MQ Series", OS/390 und "DB2" erwerben. Die normalerweise sehr mühsame Eigententwicklung von EAI-Clients ist mit Fusion problemlos. So loben die Tester, dass Anwender die Objektrepräsentation und Programmiersprache wählen können, die ihnen am meisten liegt. Für C++, Java und Visual Basic steht dafür eine umfassende und gründliche Dokumentation und ein Testcode zur Verfügung. Konnte der Client bisher nur per XML-Objekt über HTTP mit dem Server kommunizieren, so besteht nun auch nativer Support für die Daten, die auf den OO-Standards Javabeans, Corba und DCOM basieren.

Einziger Wermutstropfen sind laut Infoworld einige proprietäre Features: "Die Beschränkung der Anwender auf die mitgelieferte proprietäre Scriptsprache, die eigene Messaging-Infrastruktur, Objekt-Repository sowie die XML-XSL-Parser haben verhindert, dass wir Forté Fusion exzellente Noten gegeben haben."

Abb: Das EAI-Frame koppelt Anwendungen und Prozesse über eine offene Busstruktur. Quelle: Sun