Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.09.2001 - 

Kurz vor Ankündigung von IBMs neuen Topmodellen

Sun präsentiert Nachfolger der Starfire

MÜNCHEN (kk) - Sun Microsystems bringt mit "Sun Fire 15K" nach rund fünf Jahren ein neues Topmodell der Server-Reihe.

Der lang erwartete Nachfolger der erfolgreichen "Starfire E10000" wurde in dieser Woche in New York vorgestellt. Der Highend-Server Sun Fire 15 K, der unter dem Codenamen "Starcat" entwickelt wurde, siedelt sich am oberen Leistungsende an.

Wie Wolfgang Kroj, Suns Direktor Produktvertrieb, mitteilte, ist das System als "SMP+"-Maschine ausgelegt. Im Gegensatz zum Wettbewerb verzichtet Sun beim Starcat-Server auf Prozessor-Verbindungstechniken wie Numa oder Coma, da diese Einbußen bei Datenbankanwendungen mit sich brächten.

Ähnlich wie der Starfire-Server nutzt auch die neue Maschine die "Fireplane-Crossbar"-Verbindung, die ursprünglich von Cray entwickelt wurde. Der verbesserte 18 x 18-Crossbar-Switch ist redundant ausgelegt und verfügt über Anschlüsse für den Austausch von Daten, Adressinformationen und die Kontrolle der Antwortzeiten.

Die maximal 18 Prozessor-Boards mit je vier CPUs und bis zu 32 GB Hauptspeicher enthalten, anders als früher, keine I/O-Anschlüsse: Die im laufenden Betrieb austauschbaren 72 PCI-Karten lassen sich je nach Bedarf den Prozessor-Boards zuordnen. Das ist wichtig für die Partitionierung des Systems, die sich bei Sun Einteilung in Domains nennt. Der neue Server lässt sich in bis zu 18 Domains unterteilen, denen CPU- und I/O-Leistung variabel zugewiesen werden können. Reicht für eine Domain die vorhandene Rechenpower nicht aus, dann kann der Anwender statt einer PCI-Karte ein zusätzliches Prozessor-Board mit zwei CPUs in den I/O-Slot stecken. Das System verträgt 17 dieser Karten, die allerdings keinen Hauptspeicher enthalten. Sun verwendet als Prozessoren die mit 900 Megahertz getakteten Ultrasparc-III+-Chips auf Kupferbasis.

Als Betriebssystem kommt Solaris 8 zum Zug, allerdings soll der Rechner bereits auf die demnächst erwartete Version 9 vorbereitet sein. Trotzdem sollen auch Applikationen, die für Solaris 6 oder 7 geschrieben wurden, per Software-Patch an das neue Betriebssystem angepasst werden können. Ebenso verspricht der Hersteller, dass Kunden, die demnächst die mit den 900-Megahertz-CPUs bestückten kleineren Sun-Fire-Modelle kaufen, die Boards auch für den Starcat-Server nutzen können. Für Anwender der E10000 ist dies nicht möglich. Wie Sun-Manager Kroj erklärte, soll die E-Serie noch 18 Monate im Programm bleiben, "Support garantieren wir für weitere fünf Jahre".

Eine voll ausgebaute Starcat verfügt über insgesamt 106 Ultrasparc-III-Prozessoren, 576 GB Hauptspeicher und kostet in den USA über vier Millionen Dollar. Der Einstiegspreis für ein 16-Wege-Modell liegt bei 1,4 Millionen Dollar. Suns neues Highend-System soll Ende des Jahres in Stückzahlen verfügbar sein und wird sich dann mit IBMs Regatta-Servern messen lassen müssen. Die mit dem "Power-4"-Prozessor bestückten Unix-Server werden ebenfalls demnächst präsentiert.