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08.11.2005

Sun schreibt weiter rote Zahlen

Das schwache Kerngeschäft drückt das Quartalsergebnis.

Die Neuausrichtung seiner Produktpalette hilft Sun Microsystems noch immer nicht aus den roten Zahlen. Trotz gestiegener Einnahmen mit Opteron-Servern und Midrange-Speichersystemen meldete das Unternehmen für das erste Finanzquartal einen Nettoverlust von 123 Millionen Dollar oder vier Cent pro Aktie - im Vorjahr lag der Fehlbetrag bei 133 Millionen Dollar.

Eine zumindest rechnerische Trendwende schaffte die McNealy-Company auf der Einnahmenseite: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3,7 Prozent auf 2,73 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung ist zu großen Teilen auf die Übernahme des Speicherspezialisten Storage Technology und des auf Anwendungsintegration spezialisierten Softwarehauses Seebeyond zurückzuführen, deren Umsätze im vergangenen Quartal erstmals eingerechnet wurden. Laut Sun steuerten sie 226 Millionen Dollar zu den Konzerneinnahmen bei. Finanzanalysten an der Wallstreet zeigten sich eher enttäuscht. Sie hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar gerechnet.

Starke Nachfrage nach Opteron-Servern

Positiv entwickelten sich Suns Lowend-Server mit AMDs Opteron-Prozessoren. Laut Finanzchef Stephen McGowan verdoppelten sich die Verkäufe der unter dem Namen "Sunfire" vermarkteten Rechner. Wegen der bereits angekündigten Nachfolgegeneration "Galaxy" hätten einige Kunden eine Neuanschaffung von x86-Servern verschoben. Die Kalifornier setzen große Hoffnungen in die unter Führung von Firmenmitgründer Andreas von Bechtolsheim entwickelten Maschinen. Ausgestattet mit Dual-Core-Prozessoren auf Basis der Opteron-Architektur sollen sie im Vergleich zu Konkurrenzprodukten mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch bieten. Entgegen früheren Ankündigungen lieferte der Hersteller die neuen Server im Oktober aber noch nicht in größeren Stückzahlen aus.

Zu schaffen macht Sun nach wie vor das rückläufige Kerngeschäft mit Sparc-basierenden Risc-Servern und dem zugehörigen "Solaris"-Betriebssystem. Im margenträchtigen Unix-Markt mit Mehrprozessor-Maschinen hat der einstige Dotcom-Pionier Anteile an Erzrivalen wie IBM verloren. Nach Berechnungen des britischen Branchenexperten Timothy Prickett Morgan lieferte Sun im ersten Quartal neun Prozent weniger Sparc-Server aus als im Vorjahreszeitraum.

Einen Wachstumsschub erwartet das Management von der überarbeiteten Version der "Ultrasparc IV"-CPU, die unter dem Codenamen Panther entwickelt wurde. Die Chips sind mit zwei Rechenkernen ausgestattet und können zwei Threads parallel ausführen. Mittelfristig soll die nächste Prozessorgeneration "Niagara" die Server-Verkäufe ankurbeln; sie arbeitet mit acht Prozessorkernen. Die erste Variante des Risc-Chips eigne sich insbesondere für Web-Services, Suchmaschinen und Online-Transaktionen, so der Hersteller. (wh)