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Sparcstation soll einfacher als ein PC zu bedienen sein:


21.04.1989 - 

Sun setzt auch im Büro auf Unix und Risc

MOUNTAIN VIEW (CW) - Mit acht neuen Rechnern hat die Sun Microsystems Inc. ihre Angebotspalette erheblich erweitert. Am meisten Beachtung unter den Neuvorstellungen fand die "Sparcstation 1", ein Desktop-Unix-Rechner mit Risc-Architektur für den Bürobereich.

Bisher waren die Sun-Workstations in erster Linie für technisch-wissenschaftliche Aufgaben konzipiert. Den Nachfragesog im kommerziellen Markt versucht jetzt auch Sun zu nutzen. Nach Angaben von SunChef Scott McNealy war diese Ausrichtung schon lange geplant. Er ist der Meinung, seine neuen Rechner seien einfacher zu bedienen als ein PC. Außerdem handle es sich um Standardmaschinen, die man jederzeit clonen, in jeder Größe konfigurieren und von Haus aus in Netzwerken einsetzen könne.

Zwei neue Rechner werden für die Sun-3-Workstation-Linie angeboten, drei Maschinen sind als Fileserver für größere Workstation-Netze konzipiert. Die Sparcstation-Serie wurde mit zwei neuen Modellen erweitert. Top-Modell ist die sogenannte "Sparcstation 300", die auch die Möglichkeit zur dreidimensionalen Grafikverarbeitung bietet.

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die "Sparcstation 1", ein Desktop-Rechner in der Größe eines Pizzakartons. Sie basiert auf den zur Zeit am meisten diskutierten Features: Dem Betriebssystem Unix und einer Risc-CPU vom Typ Sparc. Er gibt der Maschine nach Sun-Angaben mehr als die doppelte Rechenpower der zur Zeit schnellsten PCs. Zur Grundausstattung zäblen ein 17-ZollSchwarzweißmonitor, eingebauter Digitalsound und ein Diskettenlaufwerk, das fast alle PC-Disketten lesen kann. Außerdem verfügt der Rechner über ein Emulationsprogramm, mit dessen Hilfe sämtliche Software für IBM-kompatible PCs auf der Sparcstation 1 zum Laufen gebracht werden kann. Mit dem Preis von rund 9000 Dollar wurde der Rechner direkt gegen Steve Jobs Next-Computer positioniert, der ein ähnliches Angebot an Leistungen bietet.

Experten glauben, es sei jetzt das größte Problem für Sun, Softwarehäuser davon zu überzeugen, Programme für die neuen Rechner zu schreiben. Bisher wurden rund 500 Programme, die auf den Sun-Workstations liefen, für die neue Linie umgeschrieben. Bei den meisten handelt es sich um Software für Ingenieure und Naturwissenschaftler. Die Sparcstations sollen über den Sun-Direktvertrieb verkauft werden.