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13.02.2004 - 

Opteron für Server und Xeon für Blades

Sun setzt erstmals Ultrasparc-IV-Prozessor ein

MÜNCHEN (kk) - Sun Microsystems hat sein Server-Portfolio überarbeitet und bietet fünf neue Maschinen mit Sparc-Prozessoren an. Außerdem kommen Blade-Rechner mit Intel-CPU und Server auf Basis von AMDs Opteron-Chip auf den Markt.

Sun setzt in den neuen Modellen "Sun Fire E2900", "E4900", "E6900", "E20K" und "E25K" erstmals den "Ultrasparc-IV"-Prozessor ein, der laut Hersteller annähernd doppelt so leistungsfähig wie der Vorgänger ist. Die Ingenieure nutzten dazu das "Multithreading", eine Technik, die auch Intel verwendet. Sie wurde eingeführt, da die Entwicklung der Hauptspeicher nicht mit der der Prozessoren Schritt hält: Verdoppelt sich die CPU-Frequenz ungefähr alle zwei Jahre, so dauert das bei den RAM-Bausteinen zirka sechs Jahre. Die Folge davon ist, dass die schnellen Rechenwerke auf Daten aus den Hauptspeichern warten müssen. Sun hat ausgerechnet, dass die CPU 75 Prozent der für einen Thread benötigten Verarbeitungszeit mit Warten verbringt. Gelingt es nun, mehrere Befehlsketten parallel ausführen zu lassen, wird diese Warte-zeit reduziert. Der Ultrasparc IV verarbeitet zwei Threads parallel. Sun will diese Technik in den kommenden Jahren stark ausbauen, so dass Chips denkbar sind, die bis zu 30 Threads akzeptieren.

Der Ultrasparc ist trotz Multithreading-Designs binärkompatibel zum Vorgänger Ultrasparc III. Das hat den Vorteil, dass beide CPUs in einem Rechner verwendet werden können. Das Mix and Match funktioniert mit Ultrasparc-III-Prozessoren ab einer Taktrate von 900 Megahertz. "Der gemischte Betrieb ist sowohl in bestehenden als auch in den neuen Servern möglich und auch innerhalb einer Server-Domain", erklärt Ingo Frobenius, Product Manager Midrange und Enterprise Server in der deutschen Sun-Niederlassung. Soll ein altes System auf die neue CPU aufgerüstet werden, dann erfolgt der Board-Tausch im laufenden Betrieb.

Die neuen E-Server kommen mit dem Betriebssystem Solaris 8, das bereits Teile der Version Solaris 10 enthält, die Anfang 2005 auf den Markt gelangen soll. Wichtige Neuerung sind die "Trusted Container", in die sich die Server aufteilen lassen. Statt, wie bisher in der Industrie üblich, mit logischen Partitionen und mehreren virtuellen Betriebssystemen zu arbeiten, benötigt Sun nur eine Solaris-Kopie und spart dadurch CPU-Power. Mit Solaris 10 soll diese Technik auch Servern mit Opteron-Prozessoren zugänglich sein.

AMDs 64-Bit-Chip wird für die "Sun Fire V20z" verwendet, die ab Mitte April verfügbar sein soll. Das ultraflache Gerät soll ein oder zwei Opterons (Taktrate 1,6 bis 2,2 Gigahertz) beherbergen. Sun hat mit AMD eine Entwicklungskooperation geschlossen, um die technischen Finessen, etwa die Hypertransport-Architektur, voranzubringen. Außerdem wird es eine an den Opteron angepasste Version von Solaris geben.

Schon jetzt zu haben sind die Blade-Rechner "Sun Fire B1600" und "B200x". Letztere nutzen zwei Xeon-Prozessoren von Intel und zwei oder vier GB Hauptspeicher. Außerdem hat Sun vier Gigabit-Ethernet-Schnittstellen und ein IDE-Laufwerk mit 30 GB untergebracht. Die drei Höheneinheiten hohen Einsteckplatinen belegen im Blade-Chassis zwei Steckplätze, so dass nur noch acht davon Platz haben. Das Gehäuse ist auch mit Sparc-Blades gemischt bestückbar.

Die neuen E-Server

Sun Fire E2900 enthält bis zu zwölf Prozessoren und 96 GB RAM. Die Maschine wird mit sechs PCI-Steckplätzen ausgeliefert und ist ab rund 100000 Dollar zu haben. Dreimal so teuer ist das Modell E4900, das ebenfalls bis zu zwölf CPUs und 96 GB Hauptspeicher fasst. Dieser Rechner lässt sich in zwei Domains aufteilen und enthält 16 PCI-Slots. Sun Fire E6900 ist als 24-Wege-Maschine konzipiert mit bis zu 192 GB RAM und 32 PCI-Steckplätzen. Sie erlaubt das Einrichten von ein bis vier Domains. Kostenpunkt: ab 390000 Dollar. Modell E20K arbeitet mit maximal 36 Ultrasparc-IV-Prozessoren und bis zu 288 GB Hauptspeicher. Sun erlaubt die Unterteilung in bis zu neun Domains.

Der Listenpreis des Servers beginnt bei 670000 Dollar. Das neue Topmodell E25K startet bei 930000 Dollar und bietet doppelt so große Leistungswerte wie E20K (bis zu 72 CPUs und 576 GB RAM, 72 PCI-Steckplätze und bis zu 18 Domains).