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27.08.1999 - 

Büropaket für Thin Clients

Sun stärkt sich mit Star Division am Frontend

MÜNCHEN (CW) - Bei der Übernahme von Star Division durch Sun handelt es sich offenbar nicht mehr um ein Gerücht. Die Unterschrift zu dem Deal, der Suns Thin-Client-Computer mit einem Java-fähigen Büropaket versorgen könnte, soll am 11. August erfolgt sein.

Die Meldung wird von den Beteiligten derzeit noch nicht kommentiert. Anonyme Unternehmensquellen haben jedoch amerikanischen News-Diensten gegenüber den Vertragstermin bestätigt und gehen von einer öffentlichen Bekanntgabe am 31. August aus. Den Insidern zufolge stellt der Star-Division-Kauf für Sun einen weiteren Anlauf dar, um außer im Server- und Workstation-Segment auch am Frontend eine größere Rolle spielen zu können. Dabei profitiert der Hersteller vor allem vom universellen Einsatz des Büropakets "Staroffice": Es läuft nicht nur auf den verbreiteten Betriebssystemen Windows, Linux, OS/2, Mac-OS und Solaris, sondern ist zudem auch in einer Thin-Client-Version für Java-Systeme verfügbar. Die letzte Variante käme gerade richtig, wenn Sun am 8. September eine neue Linie von Thin-Client-Rechnern vorstellen wird, die der bislang angebotenen "Javastation" ähneln, aber weitaus robuster sein sollen.

Marktbeobachter bezeichnen die Strategie in zweierlei Hinsicht als vorteilhaft für Sun. Zum einen unterstützt sie die Anstrengungen des Herstellers für ein seit geraumer Zeit propagiertes Server-zentriertes Computing-Modell. Auf der anderen Seite würde Suns Marktmacht das Büropaket in eine Position heben, aus der heraus es besser mit Microsofts "Office" konkurrieren könne. Besonders das zweite Argument wird allerdings auch kritisch beurteilt. Analysten sehen die Office-Dominanz in Unternehmen als derart gefestigt an, daß auch ein Staroffice unter Sun-Ägide kaum etwas an dieser Situation ändern würde. Immerhin sei Bewegung und neuer Schub in die Welt der Microsoft-Alternativen gekommen.