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12.04.1996 - 

64-Bit-Server Ultra-Enterprise kommt auf den Markt

Sun startet bei Servern mit mehr Leistung und Sicherheit durch

Sun-Kunden duerften mit den neuen Servern sehr zufrieden sein, da die zusaetzliche Rechenleistung nicht auf die Preise aufgeschlagen wird. In die Server lassen sich jetzt bis zu 30 CPUs einbauen (bisher: 20), ausserdem wurden die Redundanz und die Ausfallsicherheit erhoeht: Stromversorgung und Kuehlung sind doppelt, Prozessorplatinen und Massenspeicher lassen sich im laufenden Betrieb auswechseln. Diese Erweiterungen koennen beim Kauf den Ausschlag geben. "Fuer Sun wird Ausfallsicherheit allmaehlich Teil des Gesamtkonzeptes und Unterscheidungsmerkmal zu anderen Herstellern. HP macht da weniger von sich reden", berichtet Cliff Triplett, DV-Leiter bei der amerikanischen Firma Allied-Signal in Phoenix im Bundesstaat Arizona. Allied-Signal nutzt eine Unix-Applikation auf einem HP-Server, die Dateien werden hingegen auf einer Sun-Maschine gespeichert.

Brian Slater, technischer Leiter der globalen Geschaefte der Chase Manhattan Bank in New York, stimmt seinem Kollegen zu: "Wir mussten bisher auf sehr unelegante Loesungen zurueckgreifen, um sicherzustellen, dass wir weiterarbeiten koennen, wenn ein Sun- Server ausfaellt. Wenn ein solcher Rechner die Grundlage der Unternehmens-DV bildet, ist es nicht akzeptabel, dass Fehler den Betrieb beeintraechtigen."

Zwei kleine Schoenheitsfehler haben die Ultra-Enterprise-Server: Die Rechner stecken in einem neuen Gehaeuse, der direkte Wechsel von den bisher verkauften Modellen Sparccenter und Sparcserver ist nicht moeglich. Ausserdem wird das alte Betriebssystem Sun-OS nicht mehr unterstuetzt. Wie bei den Workstations mit Ultrasparc-CPU muss der Anwender Suns Unix-Version Solaris 2.5 einsetzen.

HP reagiert bereits auf Suns Produktvorstellung: In den USA laeuft seit zwei Wochen ein "Trade-In-Programm", bei dem Besitzern von Sun-Servern ein Rabatt von bis zu 20 Prozent beim Kauf neuer HP- 9000-Maschinen gewaehrt wird, wenn sie die Sun-Maschinen in Zahlung geben. Hierzulande ist die rechtliche Zulaessigkeit eines solchen Vorgehens laut HP in Boeblingen noch nicht ganz klar, doch inoffiziell war zu hoeren, dass HP auch deutschen Kunden bereits entsprechende Angebote gemacht hat. In den USA laeuft das Programm wenigstens noch bis Oktober dieses Jahres und umfasst unter anderem auch einen Kurs fuer HP-UX-Systemverwalter im Wert von 2250 Dollar.

In den vergangenen Jahren hat HP mit einem aehnlichen Angebot angeblich rund 3000 IBM-Kunden fuer sich gewinnen koennen, die von AS/400-Servern auf HP-9000-Rechner wechselten.