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10.11.1998 - 

Weiterentwicklung von Hot Java

Sun steigt wieder in das Browser-Geschäft ein

MÜNCHEN (CW) - Sun Microsystems will im ersten Halbjahr 1999 Microsofts "Internet Explorer" mit einer überarbeiteten Version von "Hot Java" Konkurrenz machen. Der völlig in Java geschriebene Web-Client muß zu diesem Zweck aber um eine Reihe von Funktionen ergänzt werden.

Mit der Weiterentwicklung von Hot Java nimmt Sun ein Projekt wieder selbst in die Hand, das vor einem Jahr Netscape Communications übertragen worden war: Die Internet-Company sollte auf Basis des Hot-Java-Codes einen mit dem "Navigator" kompatiblen Browser entwickeln. Sie stellte aber vor kurzem die Arbeiten an diesem "Javagator" ein (siehe CW 30/98, Seite 17).

Hauptbeweggrund für das Browser-Engagement der Unix-Company ist es nach deren eigenem Bekunden, Anwendern ein vollständig Java-konformes Web-Front-end anzubieten. Sun-Verantwortliche befürchten, daß mit dem steigenden Marktanteil des Internet Explorer Microsofts abweichende Java-Implementierung viele Anwender findet. Aber auch Netscape leistet keinen Beitrag mehr zur Verbreitung standardkonformer Java-Ablaufumgebungen und begnügt sich zukünftig mit einer Plug-in-Schnittstelle für Java Virtual Machines (JVMs).

Scott Ryder, Suns Product Manager für Hot Java, rechnet sich gegen den Internet Explorer gute Chancen aus und erwartet besonders Unterstützung durch Service- und Content-Anbieter. Diese sehen sich zunehmend der Konkurrenz von Bill Gates ausgesetzt, der seine Position im Browser-Markt benutzt, um sein Internet-Angebot zu vermarkten. "Wenn ein Anwender die Suchfunktion des Internet Explorer nutzt, erhält er standardmäßig Ergebnisse von Microsofts Suchmaschine, und die zuerst aufgelisteten Sites sind die von Microsoft. Wenn Sie beispielsweise ein Auto kaufen wollen, landen Sie zuerst auf der Site von Car Point, das Microsoft gehört."

Gegenüber den führenden Browsern fehlen Hot Java derzeit aber noch einige Features, die Sun nachrüsten muß. Dazu zählt die Unterstützung von HTML 4.0, Scripting, Multimedia-Module wie beispielsweise für "Real Audio" oder "Quicktime" sowie Clients für E-Mail und das Usenet.