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09.06.2000 - 

Kommt der Einstieg in das NAS-Geschäft zu spät?

Sun stellt Netzspeicher für Unix und Windows vor

MÜNCHEN (CW) - Sun Microsystems adressiert mit den Speichersystemen der "N8000"-Serie Unix- wie auch Windows-Anwender. Mit den neuen Network-Attached-Storage-(NAS-)Geräten verabschieden sich die Kalifornier von ihrer Solaris-zentrierten Geschäftsphilosophie im Speichergeschäft.

Suns neue NAS-Speicher unterstützen die generischen Dateisysteme Network File System (NFS) und Common Internet File System (Cifs). Damit lassen sich die Maschinen in Windows- (Cifs) und Unix-Plattformen (NFS) integrieren. Die Geräte der N8000-Serie eigneten sich besonders für junge Internet-Startups oder Service-Provider, erklärte ein Firmensprecher. Diese müssten wegen ihres hohen Datenaufkommens in der Lage sein, ihren Speicher schnell auszubauen. Die weitgehend vorkonfigurierten Geräte lassen sich laut Hersteller in weniger als zehn Minuten installieren.

Die N8000-Reihe basiert auf den "A1000"-Speichersystemen. Das Einstiegsmodell "N8200" stattet Sun mit 200 GB Speicher aus. Die Kapazität lässt sich bis auf 800 GB erweitern. Den Datentransfer organisieren zwei Sparc-basierte Raid-5-Controller. Die Anbindung an das LAN funktioniert mit einem 100Base-T-Ethernet-Anschluss.

Laut Shiva Mandalam, Manager für Speicherservices, kann das N8200-System bis zu 2700 NFS-Operationen pro Sekunde abarbeiten. Über die Gigabit-Ethernet-Verbindung, die ab Herbst in die Systeme eingebaut werden soll, sei darüber hinaus eine Leistungssteigerung von 30 Prozent möglich.

Die Modelle "N8400" und "N8600" bieten den Kunden mit maximal 6 beziehungsweise 10 TB eine größere Speicherkapazität. Während die leistungsstärkeren Systeme bereits mit 36-GB-Festplatten ausgestattet sind, sollen die N8200-Geräte erst ab Herbst damit ausgerüstet werden. Zurzeit arbeiten diese Maschinen mit 18-GB-Laufwerken.

In den USA sind die Speicher bereits zu haben. Laut Hersteller werden die Maschinen ab Ende Juli weltweit verfügbar sein. Die Kosten für die Basisausführung der N8200 liegen bei 54000 Dollar. Die Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest. Die leistungsstärkeren Systeme N8400 und N8600 sollen im September dieses Jahres folgen. Preise verriet die Firma aus Palo Alto noch nicht.

Sun wird es mit seinem Vorstoß in den NAS-Markt nicht leicht haben, obwohl die Analysten dem Geschäft in den nächsten Jahren hohe Zuwachsraten prognostizieren. Laut International Data Corp. (IDC) werden die weltweiten Umsätze des NAS-Marktes im Jahr 2004 etwa sieben Milliarden Dollar erreichen. 1998 waren es gerade 540 Millionen Dollar.

Doch Sun ist nicht das einzige Unternehmen, das in diesem Geschäft dabei sein will. Viele Festplattenhersteller suchen im Angebot von Speicher-Servern zusätzliche Einnahmequellen. Firmen wie Seagate, Quantum, Maxtor oder Western Digital haben entsprechende Geräte auf dem Markt. Diese Firmen adressieren vor allem den Lowend-Bereich mit Geräten zwischen 6000 und 25000 Dollar, der sich nach Meinung von Insidern wohl am besten entwickeln werde. Außerdem dürfte es für Sun schwer werden, sich gegen etablierte Firmen wie Network Appliance durchzusetzen, das etwa 45 Prozent Anteile im NAS-Markt hält.