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19.09.1997 - 

Einstieg in das Embedded-Systems-Geschäft

Sun übernimmt mit Chorus ein Echtzeit-Betriebssystem

Das Interesse am Markt für Embedded Devices unterstreicht Sun mit dem jetzt gegründeten Geschäftsbereich "Embedded Systems Software Group". In der neuen Division sollen sämtliche Aktivitäten für diesen (außerhalb des traditionellen Computergeschäfts angesiedelten) Markt aufgehen. Hier werden nicht nur die Chorus-Entwicklungen integriert, auch für das Java-OS soll die Gruppe künftig die Verantwortung tragen. Das Ziel ist ein Lösungsspektrum, das von Devices für Kleinstgeräte bis hin zu Supercomputern reicht.

Dabei sind anfangs Produkte für die Telekommunikation und Unterhaltungselektronik geplant, später kommen Echtzeitsysteme für die Industrieautomation, Prozeßkontrolle, Flugzeug-, Transport- und Medizintechnik hinzu. Komplettlösungen sollen es laut Sun ermöglichen, "praktisch von der Straße aus auf das Internet zuzugreifen". Das Chorus-OS bildet dabei die Basis der neuen Produktlinie, die mit Java und dem Netzwerk-Know-how des Herstellers kombiniert wird.

Günstig für Sun ist auch, daß die 1986 gegründete Chorus Systems ohnehin schon seit einiger Zeit im Umfeld von Java und Objektstandards aktiv ist. So präsentierten die Franzosen im vergangenen März mit "Chorus/Jazz" ein Java-fähiges Real-time-OS, bereits ein Jahr zuvor kam mit "Chorus/Cool" die Corba-Implementierung eines Object Request Brokers für den Microkernel. Sun wird eigenen Angaben zufolge die Chorus-Mitarbeiter übernehmen und in die Embedded-Systems-Group integrieren. Hubert Zimmermann, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Chorus, wird dabei direkt an Jim Hebert berichten, der die Sun-Division als General Manager leitet. Keine Angaben gab es zu den Kosten des Deals - Chorus setzte zuletzt rund zehn Millionen Dollar um. Bestätigt sieht sich Sun in seinem Engagement durch die Prognosen der Analysten. Da der Einsatz von Embedded-Betriebssystemen und intelligenten Devices in nahezu allen Bereichen, etwa Consumer Electronics, Autos und Telefonnetzen, zunimmt, prophezeien beispielsweise IDC-Experten diesem Geschäftsfeld ein Umsatzvolumen von 1,7 Milliarden Dollar im Jahr 2001.