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23.12.1998 - 

Anwender schätzen Fähigkeiten von Windows NT realistischer ein

Sun und Dell glänzen im weltweiten Server-Markt

MÜNCHEN (CW) - Der weltweite Markt für Server wuchs im dritten Quartal 1998 nach Untersuchungen von IDC um 15 Prozent. Die Umsätze fielen jedoch um drei Prozentpunkte. Strahlende Gewinner sind Dell und Sun Microsystems. Mit einem blauen Auge davongekommen ist Compaq.

Vor allem wegen der schwierigen Wirtschaftssituation in Japan sowie aufgrund des zunehmenden Preisdrucks fielen die Umsätze für Server-Anbieter im dritten Quartal dieses Jahres gegenüber dem gleichen Zeitraum 1997. Im Land der aufgehenden Sonne brachen die Einnahmen um 38 Prozent ein.

Weltweit verkauften die Systemhersteller laut IDC zwischen Juli und September 1998 insgesamt 694041 Server und erwirtschafteten damit rund 15,3 Milliarden Dollar. Für den US-Markt ergeben sich analog 259748 abgesetzte Systeme bei einem Umsatz von 5,5 Milliarden Dollar. Das entspricht einer achtprozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal. In Westeuropa setzten die Anbieter 199648 Maschinen für 4,3 Milliarden Dollar ab, was einem Zuwachs um 23 Prozent gleichkommt.

In Japan ließen sich im dritten Vierteljahr immerhin noch 72096 Server für 2,7 Milliarden Dollar an den Kunden bringen. Im gesamten asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) waren es 64357 Stück, mit denen die Hersteller 865 Millionen Dollar Umsatz machten.

Weltweiter Spitzenreiter in Sachen Server-Verkäufe ist weiterhin die IBM mit einem Marktanteil von 28 Prozent. Ihre Umsätze mit den zentral operierenden Rechnern stiegen mit 20 Prozent über den Marktdurchschnitt. Hewlett-Packard liegt als Nummer zwei der Server-Hersteller (HP) im Markttrend. Bei einem 17prozentigen Umsatzwachstum konnte sich das kalifornische Unternehmen mit einem Marktanteil von 12,7 Prozent an der zweiten Stelle behaupten.

Weltweit Dritter in der Riege der Server-Anbieter ist laut IDC-Untersuchung Compaq. IDC-Analyst Jim Williamson relativiert aber: Nur durch die Alphaserver-Verkäufe der übernommenen Digital Equipment Corp. (DEC) hätten die Texaner den dritten Platz erreicht. "Ansonsten", so Williamson, "war Compaqs Quartal nicht gerade eine Offenbarung." Nicht einmal das 15prozentige Wachstum des gesamten Marktes habe Compaq wesentlich helfen können. Die Texaner hätten noch immer unter ihren übervollen Lagern vom Frühjahr 1998 zu leiden. Sun Microsystems andererseits fiel zwar hinter Compaq auf Rang vier zurück, kann aber auf einen Umsatzsprung von 39 Prozent verweisen.

Eindeutiger Sieger unter den Server-Anbietern ist aber Dell. Zumindest, wenn man nur den Umsatz in Rechnung stellt. Dieser schoß bei dem Direktvertreiber im abgelaufenen Vierteljahr um 62 Prozent in die Höhe. Gemessen an den Stückzahlen legte das Unternehmen von Michael Dell sogar um 76 Prozent zu. Das ist zwar, verglichen etwa mit 1996, als Dells Server-Verkäufe um 300 Prozent stiegen, schon deutlich weniger. Gegenüber der Konkurrenz allerdings steht Dell - wie auch im PC-Desktop-Geschäft - glänzend da.