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17.05.2005

Sun und Microsoft verbinden IT-Welten

Gemeinsame Spezialisten sollen Interoperabilität der Architekturen gewährleisten.

Anfang April 2004 überraschten Sun und Microsoft die Branche mit einer spektatuklären Ankündigung. Gegen eine Zahlung von fast zwei Milliarden Dollar legte die Windows-Company sämtliche Rechtsstreitigkeiten mit dem Konkurrenten bei, zugleich vereinbarten die Unternehmen eine auf zehn Jahre angelegte technische Zusammenarbeit. Nach gut einem Jahr präsentierten die Partner nun erste Ergebnisse. Mit Hilfe gemeinsam entwickelter Protokollstandards sollen Kunden Single-Sign-on-Dienste zwischen Windows-Server-Plattformen einerseits und Sun Solaris mit dem Java Enterprise System andererseits nutzen können.

Die IT-Konzerne überbrücken damit die konkurrierenden Authentifizierungs-Standards der Liberty Alliance (ID-FF = Identity Federation Framework) und WS-Federation. Während Microsoft auf WS-Federation, den Nachfolger des hauseigenen "Passport"-Systems, setzt, unterstützt Sun die Spezifikationen der Liberty Alliance. Auf einer gemeinsamen Presseveranstaltung im kalifornischen Palo Alto lobte Microsoft-Chef Steve Ballmer die Fortschritte in der Kooperation: "Im ersten Jahr sind wir vom Gerichtssaal ins Computerlabor gezogen. Jetzt gehen wir vom Labor auf den Markt."

Sun-Chef Scott McNealy stellte die Bedeutung von Web-basierenden Single-Sign-on-Diensten heraus.

Derartige Lösungen ständen auf der Prioritätenliste der Kunden ganz oben. Wie IT-Verantwortliche davon profitieren können, erläuterte Fred Killeen, Chief Technology Officer beim Automobilkonzern General Motors: "Die Zusammenarbeit zwischen Sun und Microsoft könnte unsere Aufwendungen für Integration und Wartung erheblich verringern." Auch John Rymer, Vice President beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Forrester Research, sieht Vorteile. Die Single-Sign-on-Protokolle seien bedeutend, weil sie die Integration unterschiedlicher IT-Plattformen erleichterten.

Allerdings beschränkt sich die Kooperation nicht auf SSO-Systeme, wie beide Partner betonten. So arbeite man etwa gemeinsam an Web-Services-Standards wie WS-Management für die Verwaltung von Hardware- und Softwarekomponenten. Darüber hinaus seien Lizenzvereinbarungen und Produktkooperationen beschlossen worden. Systemintegratoren wie Accenture und EDS sollen Kunden dabei helfen, die Produkte beider Hersteller zu kombinieren.

Auch hierzulande wollen die langjährigen Konkurrenten enger zusammenarbeiten, wie Marcel Schneider, Geschäftsführer von Sun Microsystems Deutschland, erklärte. Vor allem wegen der engen Bindungen zu den gleichen Systemintegratoren ergebe es Sinn, Kunden gemeinsam zu adressieren. Nicht zuletzt erhoffe man sich davon "einen strategischen Mehrwert gegenüber IBM". (wh)