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20.08.1999 - 

Neue Allianz im Massenspeichermarkt

Sun und Storagetek wollen als OEM kooperieren

MÜNCHEN (CW) - Die Sun Microsystems Inc. und die Storage Technology Corp. haben ein Abkommen getroffen, wonach beide Unternehmen Massenspeicherprodukte des jeweils anderen als sogenannte Original Equipment Manufacturer (OEM) vertreiben werden.

Die Übereinkunft zwischen Sun und Storagetek zielt auf Produkte, die die Unternehmen erst noch vorstellen wollen. Sun wird Bandbibliotheken von Storagetek unter eigenem Namen vertreiben. Storagetek wiederum will von Sun produzierte Plattensysteme unter seinem Label verkaufen.

Bei dem Disk-Array von Sun handelt es sich nach den bislang vorliegenden Informationen um ein Produkt, das der Workstation-Hersteller erst noch zur Marktreife bringen will. Als Grundlage für das System dient eine Entwicklung der kanadischen Firma Maximum Strategy (Maxstrat), die von der McNealy-Company 1988 übernommen worden ist.

Sun wiederum soll Storageteks Hochleistungs-Bandbibliotheken "9840" vermarkten und vertreiben. Der Massenspeicherspezialist werde sie allerdings für die Sun-Bedürfnisse modifizieren. Die robotergesteuerten 9840-Bandbibliotheken sind plattformunabhängige Systeme und können also sowohl an Unix-Server als auch an MVS-Mainframes angekoppelt werden. Der Hinweis auf eine Sun-spezifische Veränderung bedeutet, daß Storagetek die 9840-Laufwerke an Suns "Jiro"-Management-Software anpassen wird. Erste Releases von Jiro wird Sun in den kommenden Monaten auf den Markt bringen.

Ob die Vereinbarung eine Reaktion auf die Übernahme von Data General (DG) durch EMC und die auslaufende Vertriebskooperation zwischen IBM und Storagetek ist, bleibt dahingestellt. Allein wegen der Kürze der Zeit dürften die Überschneidungen aber eher zufällig sein.

Dennoch zeigen die Fusionen und Kooperationen, wie der Massenspeichermarkt momentan umkämpft wird. Auch die Tatsache, daß EMC beginnt, seine "Symmetrix"-Massenspeichersysteme aus ihrem proprietären Ghetto zu lösen, ist ein Indiz für die harten Bandagen, mit denen im Markt gefochten wird. EMC hat gerade erst mit Hewlett-Packard einen Vertriebspartner für seine Produkte verloren (O-Ton HP-Marketing-Manager David Scott: "EMCs Festlegung auf eine proprietäre Architektur paßt nicht zu unserer offenen SAN-Politik"). Die Firma kann sich eine Politik, keine Schnittstellen zu anderen Plattformen anzubieten, offensichtlich auch nicht mehr leisten.