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10.09.2004 - 

Applikations-Server kompatibel mit J2EE 1.4

Sun will mit neuem Java-Server Marktanteile erobern

Sun Microsystems will in Kürze das Preview Release des "Java System Application Server" in der Version 8 ausliefern. Die endgültige Ausführung soll dann Anfang 2005 auf den Markt kommen. Das betrifft sowohl die Standard als auch die Enterprise Edition. Die kostenlose "Platform Edition" liegt bereits in der Version 8 vor.

Zu den wesentlichen Neuerungen zählt die Konformität mit der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) 1.4. Sie gilt als das Web-Service-Update. Entsprechend implementiert Sun die dafür erforderlichen neuen Programmierschnittstellen und setzt die Vorgaben der "Web Services Interoperability" (WS-I) um. Gemäß der aktuellen J2EE-Spezifikation aktualisiert Sun eine Reihe von Teilsystemen und unterstützt Enterprise Javabeans (EJBs) 2.1, Java Servlet 2.4, JavaServer Pages (JSP) 2.0, and J2EE Connectors 1.5. Hinzu kommt außerdem die Implementierung für Java Server Faces (JSF), einem Framework für Web-Oberflächen.

Wie bisher unterscheiden sich die drei Editionen dadurch, dass die kostenlose Platform-Ausführung weitgehend ohne Management-Funktionen auskommt, während sich die Enterprise Edition durch Hochverfügbarkeits-Features von der Standard-Variante abhebt. Sie firmieren unter der Bezeichnung "Always On" und umfassen Cluster-Unterstützung für mehrere Anwendungsschichten sowie automatische Lastenverteilung. Für alle drei reklamiert Sun eine deutliche Verbesserung der Performance, besonders bei der Ausführung von EJBs.

Das Update des Applikations-Servers befindet sich derzeit im Gleichschritt mit dem Fahrplan für die hauseigene Entwicklungsumgebung "Netbeans". Letzte Woche stellte das dafür verantwortliche Open-Source-Team die Beta 1 der Version 4 zum Download bereit. Sie folgt ebenfalls dem Stand von J2EE 1.4.

Sun vermeldet für die kostenlose Platform Edition des Applikations-Servers etwa eine Million Downloads seit März 2004. Der Hersteller sieht darin eine Bestätigung dafür, dass der Marktanteil seiner Java-Middleware wachse. Mehreren Untersuchungen zufolge bewegt sich Sun mit seinem Java-Server bisher allerdings nur im niedrigen einstelligen Bereich. Ein von Sun bei TMC in Auftrag gegebenen Studie kommt zum Ergebnis, dass Bea den Markt zwar bei den produktiv eingesetzten Systemen anführe, Sun aber bei Evaluierungen und Testumgebungen an der Spitze liege. Der Grund für dieses gute Abschneiden dürfte einerseits darin liegen, dass für die Platform Edition auch in produktiv genutzten Anwendungen keine Lizenzgebühren anfallen. Zum anderen ersetzte Sun die bisherige Referenzimplementierung für J2EE, die nur Demonstrationscharakter besaß, durch die Platform Edition seines Applikations-Servers. Analysten bewerteten dies als schlauen Schachzug der Company. (ws)

Neue Partner

Sun hat eine Reihe von Partnern vorgestellt, die für eine Verbreitung des Java System Application Server sorgen sollen, indem sie ihre Tools auf die Infrastruktursoftware abstimmen oder diese als Ablaufumgebung in ihre Entwicklungssysteme einbauen. Zu den Referenzen mit den jeweiligen Produkten zählen Borland (Jbuilder und Optimizeit Server Trace), Computer Associates (Unicenter Web Services Distributed Management), Compuware (Optimal J), Mercury Interactive (Load Runner und Performance Center) sowie Quest (Performance Sure).